Pura Vida!

Jules’ Reise zum Mittelpunkt Amerikas (und anderen schönen Orten).

Teilzeitheimat: Haugesund

Sonntag, 04.03.2018

Soo, heute möchte ich euch kurz über meine "Teilzeitheimat" Haugesund berichten und euch auch die ersten Fotos zeigen.

Eine kleine Radtour
Ich war nämlich heute mit dem Fahrrad ein bisschen unterwegs (der ein oder andere wird es kaum glauben!) und habe mich erstmal ein bisschen in der Gegend orientiert. Zunächst bin ich von Felix' und Ingris Haus aus ans Wasser gefahren. Hier möchte ich gleich mal betonen, dass die Gegend hier durchaus etwas Steigung ung Gefälle zu bieten hat, was mich teilweise echt aus der Puste gebracht hat :D

Der Karmsund ist eine Meeresstraße zwischen Haugesund auf dem Festland und der Insel Karmøy, auf welcher auch der Flughafen liegt. Verbunden sind die Insel und das Festland über die Karmsundbrücke (Karmsundbrua), die wir also auch bei der Fahrt vom Flughafen aus überquert haben. Übrigens hat Norwegen vom Karmsund auch seinen Namen, dieser wird nämlich auch "Nordvegen", also "Nordweg" genannt.

Ich bin also mit dem Rad an einen kleinen Bootsanleger gefahren, von wo aus ich einen tollen Blick auf den Karmsund und die Brücke hatte:

Die Karmsundbrücke

Was mich außerdem total beeindruckt hat, war die Stille. Es gab weit und breit nichts zu hören, sodass ich mich alleine durch das Geräusch meiner Atmung schon fast wie ein Eindringling gefühlt habe. Nur ganz leise konnte man teilweise hören, wie das Wasser gegen den Bootsanleger schwappte.

Nachdem ich die Stille und den Ausblick eine Weile genossen hatte und mir langsam kalt wurde (man bedenke, dass ich immer noch kofferlos bin und dementsprechend nur eine dünne Jogginghose trug), macht ich mich wieder auf den Weg. Ich fuhr dann zur Orientierung noch beim Karmsund Dyrehospital vorbei, wo ich ja morgen mein Praktikum antreten werde. Da ich dort auch ab heute Abend wohnen werde, habe ich mir außerdem kurz die Gegend angesehen und schon einmal den nächsten Supermarkt ausgekundschaftet. Zum Glück ist dieser nicht weit weg und gut zu Fuß oder mit dem Rad zu erreichen :) Von dort aus habe ich mich dann aber auch schon zügig auf den Rückweg gemacht, denn langsam wurde es echt kalt :D

Was gibt es sonst bisher über Haugesund zu sagen?
Es ist grau.
Also, der Himmel ist grau. Meistens. Heute morgen beim Frühstück sagte Ingri "Es ist so schönes Wetter heute." Ich schaute daraufhin stirnrunzelnd aus dem Fenster, denn für mich sah es auf den ersten Blick kein bisschen schöner aus als gestern. Der Himmel war bewölkt und grau. Erst als ich dann etwas genauer hinsah, sah ich, dass tatsächlich die Sonne ein klein bisschen durch die Wolken kam und es ein bisschen heller war als gestern. Hier in Haugesund ist der Himmel wohl häufig grau, aber dafür regnet es nur sehr selten. 

Es ist gar nicht so kalt, wie ich dachte.
Nun ja, es ist kalt. Für mich. Ich bin aber auch bekanntermaßen eine Frostbeule. Aber schon auf dem Weg vom Flughafen erzählte mir Felix, dass es zur Zeit eine richtige Kältewelle gibt und mit -18°C schon beinahe ein Rekordtief erreicht wurde. Aufgrund des Golfstroms wird es an der Westküste nämlich normalerweise nicht so kalt und es friert sogar nur sehr selten. Schnee ist hier ein richtiges Highlight, dass man nur selten zu sehen bekommt. Soll mir Recht sein :D

Es fahren riesige Schiffe mitten durch die Stadt.
Okay, es sieht natürlich nur so aus. Aber ich habe schon nicht schlecht gestaunt, als ich gestern Mittag am Tisch saß und den Blick nach draußen schweifen ließ und plötzlich ein riesiges (Kreuzfahrt-?) Schiff mitten durch die Stadt fuhr. Es fuhr natürlich über den Karmsund, aber das Wasser sieht man vom Fenster aus nicht direkt und dahinter kann man direkt anschließend die Insel Karmøy sehen, sodass die Illusion entstand, das Schiff fahre durch das Festland.

Ich verstehe kein Wort.
Nun, wie bereits erwähnt, habe ich das Norwegisch-Lernen leider auch wirklich schleifen lassen. Aber wenn ich Leute sprechen höre, habe ich das Gefühl, ich hätte noch nie auch nur ein einziges Wort in dieser Sprache gehört. Allerdings wird hier auch, wie fast überall in Norwegen, ein regionaler Dialekt gesprochen. Ich bin sehr gespannt, wie ich damit in meinem Praktikum zurechtkomme. Zum Glück sprechen aber mindestens 3 der 4 Tierärzte in der Klinik Deutsch :D

Nun gibt es zum Abschluss noch ein paar Fotos und dann mache ich glaube ich ein kleines Nickerchen, während ich darauf warte, dass meine Koffer endlich ankommen :D

Ankunft am Osloer Flughafen

 

Ha det bra,
Julia

 

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Dieses Blog berichtet aus Costa Rica (Praktikum).

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