Pura Vida!

Jules’ Reise zum Mittelpunkt Amerikas (und anderen schönen Orten).

Living a dream

Mittwoch, 27.02.2013

Das vergangene Wochenende
Am vergangenen Wochenende waren wir (Franzi, Wolfgang, Sandra, Klaus, Simon und ich) in Perez Zeledon auf der „Expo“. Die Expo ist eine Art Stoppelmarkt in klein, mit Rindermarkt, Fahrgeschäften und abends Fiesta. Die Fiesta beginnt allerdings schon um 20 Uhr und endet um 1. Alles in allem war es ganz witzig (: Perez Zeledon war auch schöner als San Jose, aber es war einfach viel zu warm.

Das Haus
Am Sonntag sind Franzi und ich dann in unsere neue Heimat nähe Puerto Viejo gefahren. Die Fahrt war eine fast 12-stündige Reise mit Frieren in den Bergen und Schwitzen in der Karibik, aber wir haben es gut überstanden ;) Wir wurden auch direkt freundlich im Haus begrüßt und haben noch Abendessen bekommen.

Unser Haus wird von Leonardo unterhalten und unsere Köchin kocht morgens und abends super lecker essen. Das Haus hat drei Etagen, unten ist der Eingang mit Waschraum, in der zweiten Etage die Küche und das Wohnzimmer und ein Badezimmer und oben sind drei Schlafzimmer plus ein weiteres Badezimmer. Derzeit teilen wir das Haus mit 5 Mädels, eine davon reist am Wochenende ab und eventuell kommt morgen schon jemand neues. Es ist also immer was los (: Das Haus ist ungefähr 10 Gehminuten vom Projekt entfernt und ist von Wald umgeben. Da sieht man schon mal ein Aguti vorbeilaufen oder Papageien durch die Bäume fliegen ;)

Das Wohnzimmer im Haus Die Küche Das Esszimmer Blick von der oberen Treppe unser Schlafzimmer (im Chaos) Der Blick von unserem Balkon :p

Das Projekt – die Tiere
Im Jaguar Rescue Center sind Tiere untergebracht, die aufgrund von Verletzungen oder Misshandlungen oder weil sie verwaist sind Hilfe benötigen. Nach Möglichkeit sollen alle Tiere aus dem Center wieder ausgewildert werden, worauf sie dort vorbereitet werden. Leider ist dies nicht bei allen Tieren möglich, diese bleiben dann ihr Leben lang im Center.

Es gibt viele verschiedene Tiere bei uns, darunter Affen (auch Babys), Faultiere (auch Babys), Eichhörnchen (auch Babys), Ozelote, Agutis, Pakas, ein Pferd, Schlangen, Rehe, Tukane, Stachelschweine, einen sprechenden Papageien, Greifvögel, Eulen und einen Teich, in dem die für Costa Rica bekannten rotaugigen Frösche gezüchtet werden. Mit Sicherheit hab ich noch einige vergessen. Außerdem kommen uns auch wilde Tiere besuchen, so zum Beispiel Pollenzio (oder wie man das schreibt), ein kleiner grau-blauer, frecher Vogel, der unser Mittagessen begehrt :D

Pollenzio, der freche Vogel Eine Milchschlange (ungiftig) Eine gelbe Eyelash-Viper Noch eine Schlange Nanana nana na na - Tequila! Tuki-Tuki auf der Jagd nach nackten Zehen Brigitte, ein Ozelot Eichhörnchen Unsere zahmen Rehe Oh Deer! Der Teich für die Froschzucht Tuki-Tuki

Das Projekt – meine Arbeit
ES – IST – DER – WAHNSINN!
Am Montag waren wir das erste Mal arbeiten. Als erstes habe ich die Scheiben der Käfige geputzt und danach die Laundry, also die Wäsche gemacht. Wäsche machen heißt, alle Decken und Tücher der Tierkäfige in großen Bottichen mit Desinfektionsmittel durchspülen und auswringen. Das ist bei der Hitze ganz schön anstrengend ;)

Sloth-Sitting
Anschließend durfte ich mich mit einem Baby-Faultier nach draußen setzen und es in einen kleinen Baum setzen, damit es klettern üben und auf Toilette gehen konnte (das können Dreifinger-Faultiere nur am Baum). Das war sooo süß! Streicheln darf man die Faultiere allerdings leider nicht, denn sie haben eine sehr empfindliche Haut, deren Flora dann gestört wird :/

Baby-Faultier mit Teddy <3

Guided Tour
Nach dem Sloth-Sitting hab ich eine der Touristen-Touren mitgemacht, um alle Tiere kennen zu lernen und mich mit deren Eigenschaften und Hintergründen vertraut zu machen.

Im Wald mit Chipito
Das spannendste war aber wohl der Ausflug mit Chipito in den Wald, den ich mit Elena und Franzi machen durfte. Weil Chipito aufgrund eines Kampfes Angst vor anderen männlichen Affen hat, geht er alleine zum Klettern in den Wald. Dies wird gemacht, um die Affen an ihre natürliche Umgebung heranzuführen, denn nach Möglichkeit sollen alle Tiere im Center wieder ausgewildert werden. Also haben wir Chipito auf einen Baum gesetzt und sobald er wieder runterkam, mussten wir ihn wieder raufsetzen. Gestern hatte Chipito allerdings gar keine Lust auf klettern :/

Im Wald mit Chipito (leicht fertig)

Monkey-Sitting
Heute habe ich dann wieder die Scheiben geputzt und den Hof gefegt. Fast den ganzen restlichen Tag verbrachte ich dann mit Monkey-Sitting. Sprich, während der Touristen-Touren muss immer jemand im Affenkäfig sein und auf die Affen aufpassen, was ich dann also tat. Es ist so ein tolles Gefühl, wenn ein Affe auf deinen Schoß oder deine Schulter klettert um sich von dir streicheln zu lassen und auf deinem Schoß zu schlafen (: Kuscheln ist bei den Affen jedoch nicht die einzige Aufgabe, deshalb war hinterher Käfig reinigen angesagt. Das geht aber mit mehreren Leuten ganz locker von der Hand.

Die anderen Volontäre
Neben den Mädels aus meinem Haus (Leonie, Franzi und Isa aus Deutschland und Elena aus… irgendwo hier) gibt es im Center noch viele andere Volontäre aus aller Welt. So haben wir US-Amerikaner, Engländer, Holländer, Spanier und noch so einiges. Es macht so viel Spaß sich mit anderen Kulturen auf unterschiedlichsten Sprachen auszutauschen. Alle arbeiten Hand in Hand und helfen sich gegenseitig wo es geht. So viel Engagement und Zusammenhalt sieht man selten.

Yay, Almuerzo (Mittag)! :)


Alles in allem kann ich sagen, dass mir die ersten beiden Tage im Projekt super viel Spaß gemacht haben. Selbst wenn man eigentlich nervige Arbeit wie Scheiben putzen machen muss ist das total interessant, weil man die Tiere um einen herum hat und Lola (einen grünen Ara) beim Sprechen und Singen zuhören kann (: Ich bin jetzt schon fast traurig, dass ich nur 6 Wochen bleibe :p

Ich entschuldige mich für diesen langen Beitrag und hoffe euch mit ein paar Bildern besänftigen zu können ;) Morgen und übermorgen habe ich frei, da werde ich mal versuchen noch mehr Bilder zu machen (:

Bis dahin, alles Liebe und muchos besos
eure Jules


mit Tieren gearbeitet: Brüllaffen, Faultiere
Tiere in der freien Natur gesehen: Schmetterlinge (u.A. den großen blauen), Agutis, Waschbären, Eichhörnchen, Kolibris, Papageien, Geckos, dicke Spinnen

 

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Dieses Blog berichtet aus Costa Rica (Praktikum).

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