Pura Vida!

Jules’ Reise zum Mittelpunkt Amerikas (und anderen schönen Orten).

Hello again :)

Dienstag, 19.03.2013

Ein bisschen Heimat
Grmbl.. Rmbl.. Mmmpf…Omp. Hmm.. Entschuldigung, esse gerade Nutella-Brot. Kann man sich bei ca. 5 Euro für ein kleines Glas wohl mal gönnen :D Den Eiskaffee dazu gibt’s aber zum Glück gratis (:

Der Stand der Dinge
Ich sitze gerade bei uns in der Küche. Isa liegt auf dem Sofa und guckt „Los Simpsons“ (hier gibt es viele Sendungen auf Englisch mit Spanischem Untertitel). Wir beiden sind im Moment allein, weil Merle heute nach San Jose abgefahren ist und Franzi für eine Woche bei einer Freundin im Projekt ist. Auch unser „Vermieter“ Leonardo ist zur Zeit nicht da, weil er geschäftlich nach Miami musste. Wir wissen jetzt auch gar nicht, an wen wir uns wenden sollen, wenn was ist oder wir zum Beispiel mal wieder kein Wasser haben.. Aber wir drücken einfach die Daumen dass nichts passiert. Zum Glück kommt unsere Köchin aber noch :D
So langsam fangen hier einige Sachen an zu Schimmeln (Reisepässe zum Beispiel; wegen der hohen Luftfeuchtigkeit). Bislang aber zum Glück nur einige Sachen, die man gut mit etwas Essig wieder sauber bekommen konnte. Warten wir weiter ab was kommt ;)
Ich habs auch endlich geschafft, mir den Pony zu schneiden. Mit einer Nagelschere :D Ist aber glaube ich ganz gut geworden :p

Die Arbeit im Center - eine Zusammenfassung
Ich wollte euch ja immer noch mal die Arbeit im Center vorstellen. Zwar habe ich schon erzählt, was ich an meinem ersten Tag gemacht habe, aber ich möchte euch gerne erzählen, was noch so alles dazu gehört.
Unsere Arbeit beginnt morgens um 7.30 Uhr. Es gibt einen Plan, auf dem steht, wer für welche Arbeit eingeteilt ist. Da um 9.30 Uhr die erste Touristenführung beginnt, muss bis dahin alles vorbereitet sein. Das heißt: Alle Käfige und das Gelände müssen gereinigt werden, alle Scheiben geputzt, die Wege geharkt, die Terrasse gefegt, Frühstück für die Tiere verteilt und alle Tiere zu ihren jeweiligen Plätzen gebracht werden (z.B. Faultiere in den Slothgarden und große Affen in den Wald). Nebenbei ist dann noch die Laundry (Wäsche) zu erledigen, bei der alle Decken und Putzlappen etc. desinfiziert werden.
Gegen 9.15 Uhr wird dann Stellung bei den Affen und Faultieren etc. eingenommen. Das nennt sich dann „Monkey-„ bzw. „Sloth-Sitting“. Man sitzt bei den Tieren, spielt mit ihnen, füttert sie und passt auf, dass nichts passiert und dass sich die Besucher ordentlich benehmen. Kleinere Faultiere üben dann das Klettern in den Büschen und auch die Eichhörnchen und das Kinkajou wollen beschäftigt werden. Das kann manchmal ganz schön anstrengend werden, ist aber auch die schönste Zeit des Tages (: Nach den Touren, die gegen 13.00 Uhr meistens zu Ende sind, werden die Baby-Affen ebenfalls in den Wald gebracht und alles aufgeräumt. Die Tiere kommen nach und nach zurück in ihre Gehege, der Affenkäfig wird nochmal gründlich gereinigt und alle Tiere bekommen wieder Futter. Nebenbei läuft die Verteilung von Medikamenten für die kranken Tiere. Um 15.00 Uhr werden dann die Affen aus dem Wald geholt, alle übrigen Tiere, die frei im Center herumlaufen, eingefangen und gefüttert, nochmal kontrolliert, ob jeder ausreichend Futter und Wasser hat, und zum Abschluss werden noch die Baby-Affen mit der Flasche gefüttert. Den ganzen Tag nebenbei läuft die Küche, in der Futter zubereitet wird und Teller etc. abgewaschen werden. Außerdem ist immer jemand für das Gardening eingetragen, bei dem Büsche beschnitten, Wege geharkt oder Spinnennetze beseitigt werden. So sieht dann jeder Tag aus, aber zum Glück hat man jeden Tag eine andere Aufgabe. Gegen 15.30 Uhr haben wir dann Feierabend und sind dann auch richtig kaputt :p

Blessuren von der Arbeit
Eigentlich ist hier alles beim Alten, ich arbeite hart und fleißig :p Mittlerweile sieht man mir die Arbeit mit den Tieren auch wirklich an: Meine Beine sind von Moskitos zerstochen, an den Armen habe ich Kratzer von Faultieren und dem Kinkajou und am Hals und Nacken Kratzspuren von Affen. Und die Bissspuren von Nerea (auch einem Affen) nicht zu vergessen. Vor ein paar Tagen war mein Kopf nämlich der Austragungsort für einen Affenkampf -.- Ihr merkt also, ich arbeite mit gefährlichen Tieren :p

Krankenhäuser in der Karibik
Letzten Montag war ich mit Merle im Krankenhaus, weil sie dort zum Arzt musste. Das Krankenhaus sah erstmal gar nicht aus wie ein Krankenhaus. Es gab einen Eingangsraum in dem wartende Leute saßen und wo es auch eine Apotheke gab. Dann ging man weiter zur „Rezeption“, einem Raum in dem man sich anmelden musste. Darauf folgte das „Wartezimmer“, ein Raum mit Holzbänken. Dort bemerkte ich, dass die Wände schmutzig waren und sich Ameisen um ein altes Stück Banane auf dem Boden tümmelten. Nun gut. Nach einiger Zeit wurde Merle dann aufgerufen und ihr wurden Blutdruck etc. gemessen, was wohl scheinbar pauschal bei jedem Patienten gemacht wird. Dann hieß es wieder warten. Daraufhin wurde sie zum Arzt geschickt, dem sie erzählte, was sie hatte. Anschließend musste sie sich bei drei anderen Stellen melden, wo dann einige weitere Tests gemacht wurden und sie die Behandlung bezahlen musste. Zwischendurch: Warten. Später (nach einigem weiteren Warten) wurde ihr noch Blut abgenommen. Als dann alle Tests fertig waren, mussten wir noch einige Zeit warten, bis dann endlich das Ergebnis kam und wir die Medikamente holen konnten. Insgesamt haben wir fünf Stunden im Krankenhaus verbracht. Wohlgemerkt, für einen normalen Arztbesuch. Es war wirklich anstrengend, weil man immer von einer Person zur nächsten geschickt wurde und kaum jemand Englisch sprach und unser Spanisch SO gut nun auch wieder nicht ist :D

Pläne für die kommende Zeit
Nächsten Montag geht es zwecks Visumsverlängerung nach Panama, für 3,5 Tage. Genau gesagt geht es nach Bocas del Toro, eine Inselgruppe. Franzi und ich wollen dort einen dreitägigen Tauchkurs machen. Darauf bin ich schon sehr gespannt. Zum Glück gibt es viele Agenturen, die Fahrten nach Bocas del Toro direkt vom Hotel etc. aus anbieten. Ist wohl der Standard-Anlaufpunkt für „Visumsverlängerer“.

Die Info für mein zweites Projekt habe ich mittlerweile auch schon bekommen. Es ist eine Schildkrötenstation an der Karibik-Seite, zwischen dem Tortuguero-Nationalpark und der Stadt Limon. Dort bleibe ich dann drei Wochen und rette kleine Baby-Schildkröten (: Danach folgt ja noch mein Papageien-Projekt, da weiß ich aber noch nicht genau, wohin ich komme.

Und das Beste ist: Meine Eltern kommen mich besuchen! Ich freue mich sehr darüber (: Sobald meine Projektarbeit beendet ist, kommen sie her und wir wollen dann ein bisschen zusammen rumreisen (:


So, und nun habe ich erstmal wieder genug geschrieben. Als Belohnung für’s Lesen bekommt ihr nun noch ein paar Bilder ;) Bitte entschuldigt übrigens, wenn ich Bilder wiederholt hochlade, ich verliere bei meinen hunderten von Bildern manchmal den Überblick :D

Ein Boot an einem See an unserem Strand. Misi. Schlafendes Baby-Faultier. Having a slothy time! Ein Pfeilgiftfrosch. Mini-Gecko (ca. 3 cm) Whizzie. Can I please have this? Just hangin' around. Unser Kaiman. Fernando. <3 Beauty Whizzie. Der Weg zu unserem Haus. Tequila nochmal. Stachelschweini. Kuss? <3 Eine Hütte am Strand. Cool? Dante :) Kokosnuss. Puerto Viejo.

Hasta Luego,
eure Jules

 

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Dieses Blog berichtet aus Costa Rica (Praktikum).

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