Pura Vida!

Jules’ Reise zum Mittelpunkt Amerikas (und anderen schönen Orten).

Die Arbeit ruft!

Mittwoch, 07.03.2018

Wie ihr ja wisst, bin ich nicht einfach nur zum Spaß im Norwegen. Ich bin ja hier, um was zu lernen, und zwar in meinem Praktikum im Karmsund Dyrehospital.

Das Dyrehospital
Das Karmsund Dyrehospital ist eine Kleintierklinik in Haugesund mit 4 Tierärzten, einer Tierphysiotherapeutin und einigen Tierpflegerinnen bzw. Assistentinnen (die werden hier nicht "Tierarzthelferinnen" genannt, da sich die Ausbildung hier grundlegend unterscheidet). Die Klinik verfügt über teilweise sehr moderne diagnostische Gerätschaften, darunter ein CT, MRT, digitales Röntgen, Endoskopie und ein sehr gut ausgestattetes Labor. Da es eine Überweisungsklinik ist kommen viele "speziellere" Fälle aus dem gesamten Umkreis, aber auch die alltäglichen Dinge wie Impfungen und Kastrationen werden hier durchgeführt.
Mit zum "Inventar" gehören übrigens die 4 Foxterrier der Klinik (Lille My, Alfa, Bjarne und Mini) und eine Klinikkatze.

Meine Aufgaben
Da ich erst die ersten 2,5 Tage hier bin muss ich mich natürlich auch erstmal eingewöhnen. Ich versuche so gut es geht bei Untersuchungen zu helfen oder schaue mir OPs an. Impfungen oder Blutabnahmen übernehme ich auch schon mal. Außerdem wurde mir gleich am ersten Abend aufgetragen, abends vor dem Schlafengehen nochmal nach den stationären Tieren zu schauen, da ich ja schließlich in der Klinik wohne :D

Kuscheln mit Mini (Bjarnes Schwester) - auch Teil des Jobs :)

Wie unterscheidet sich die Arbeit dort von der Arbeit in Deutschland?
Ich habe natürlich noch nicht so viel Vergleichsmöglichkeiten, da ich bis auf mein Praktikum in der Kleintierklinik in Steinfeld noch nicht viele Kliniken oder Praxen gesehen habe. Was mir aber gleich am ersten Tag aufgefallen ist: Die Tierärzte machen sehr viel Arbeit ganz allein. Während ich es von meinem ersten Praktikum gewohnt war, dass eigentlich bei fast jeder Untersuchung und jeder OP eine Tierarzthelferin mit dabei war und auch z.B. die Vorbereitung für die OPs (Rasieren, waschen, lagern, desinfizieren, Instrumente bereitlegen, etc.) größtenteils von der Helferin erledigt wurde, sind hier die Tierärzte die meiste Zeit allein oder lassen sich gelegentlich von einem anderen Tierarzt (oder jetzt mir) helfen. Die Helferinnen sind tatsächlich eher mit organisatorischen Dingen beschäftigt oder kümmern sich um stationäre Tiere. 

Die größte Schwierigkeit
... ist die Sprache. Das war mir natürlich vorher bewusst, aber es ist schon etwas verwirrend manchmal, wenn man so gar kein Wort versteht. Allerdings sind hier alle sehr bemüht, mich trotzdem so gut es geht einzubeziehen und mir alles auf Englisch oder Deutsch zu erklären. Und zum Glück sind vor allem viele Fachbegriffe ähnlich oder sogar gleich, sodass ich meistens zumindest trotzdem verstehe, was das Problem mit den Patienten ist. Und das ein oder andere norwegische Wort verstehe ich mittlerweile auch :) Das wohl wichtigste Wort, das ich bisher gelernt habe, ist "flink", was so viel heißt wie "brav", was natürlich jeeeedes Tier in der Klinik ist :D. Så flink! Der wichtigste Satz hingegen ist wohl "Jeg snakker ikke norsk" was "Ich spreche kein Norwegisch" heißt. Mich quatschen nämlich die Patientenbesitzer immer alle voll und ich gucke dann nur doof :D Ich hoffe aber, dass sich das über die Zeit noch etwas bessert.

Mein Feierabend
Nach Feierabend hört die Arbeit mit den Tieren bei mir nicht auf, denn ich habe einen Zimmergefährten! Der kleine Bjarne ist ein Foxterrier-Welpe aus dem letzten Wurf der Hündin meines Chefs Bernt. Und da ich sonst abends ziemlich einsam in der großen Klinik wäre hat man mir angeboten, den Kleinen für die Dauer meines Aufenthalts bei mir zu halten. Da konnte ich natürlich nicht Nein sagen! <3 Der Kleine ist nicht immer "flink" und hält mich ganz schön auf Trab (meine neuen Hausschuhe mussten schon dran glauben und geich am ersten Abend hat er auf mein Kopfkissen gepinkelt :D) aber er ist zuckersüß und wirklich eine tolle Gesellschaft :) Ansonsten verbringe ich den Feierabend mit Duschen, Abendessen, Netflix und ggf. ein bisschen was nachlesen oder Norwegisch lernen, aber meistens bin ich zu müde :D

Der kleine Bjarne :) Feierabend!

Mein Zimmer
Da ich jetzt schon von vielen gefragt wurde, wo ich eigentlich genau untergebracht bin, will ich das hier auch kurz erklären und Bilder zeigen :) Also ich habe ein eigenes Zimmer mit Schlaf-, Wohn- und Küchenbereich direkt in der Klinik und dazu ein kleines Badezimmer mit Dusche. Außerdem kann ich die Waschmaschinen und Geräte wie Kaffeemaschine, Mikrowelle etc. der Klinik benutzen :)

Mein Zimmer :)

So viel von heute, mehr folgt am Wochenende!

Ha det bra,
Julia

 

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Dieses Blog berichtet aus Costa Rica (Praktikum).

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