Pura Vida!

Jules’ Reise zum Mittelpunkt Amerikas (und anderen schönen Orten).

Abschied in Haugesund und Wiedersehen in Oslo

Freitag, 27.04.2018

Hej hej ihr Lieben!

Entschuldigt den späten Eintrag, aber irgendwie bin ich in meinen letzten Tagen in Oslo einfach nicht mehr dazu gekommen, etwas zu schreiben.

Vorweg erstmal kurz ein kleiner Hinweis: Da der Speicherplatz für Bilder bei auslandsblog.de begrenzt ist muss ich leider ein paar "ältere" Bilder löschen, um neue hochzuladen, also falls ihr plötzlich Bilder vermisst liegt es daran O:)

Das letzte Wochenende in Haugesund
An meinem letzten Wochenende in Haugesund habe ich noch einiges erlebt.
Am Freitagabend war ich bei Bernt und Eli zum Essen eingeladen. Es gab super lecker gegrilltes Lamm, Rind und Schwein. Ich hatte außerdem eine Flasche Berliner Luft Glitzeredition mitgebracht, über die sich Eli und Bernt sehr gefreut haben. Natürlich haben wir dann nach dem Essen auch zusammen eine Luft getrunken und die kam scheinbar sehr gut an :) Da ich dann natürlich nachfragen musste, ob Landen (so heißt die Familie mit Nachnamen) denn gar keinen Aquavit trinken, "musste" ich noch zwei Sorten Aquavit probieren. Dementsprechend war es ein feucht-fröhlicher Abend :D

Abendessen

Am Samstag bin ich dann mit Marianne noch los gewesen. Wir waren zuerst bei zwei Stränden auf der Insel Karmøy. Ich hätte gar nicht gedacht, dass es dort tatsächlich Sandstrände gibt, aber diese waren sogar ziemlich schön! Im Sommer kann man dort bestimmt schöne Tage verbringen, jetzt war es aber trotz des wunderschönen Wetters etwas zu kalt, um dort länger zu bleiben. Anschließend waren wir noch beim Haraldshaugen, ein Monument zu Ehren von König Harald I Hårfagre. Das ist laut Marianne "der ganze Stolz Haugesunds" und deshalb musste ich es unbedingt vor meiner Abreise noch besichtigen. Zum Abschluss waren Marianne und ich noch einen Kaffee trinken und haben noch viel gequatscht - ein perfekter Abschluss für einen tollen Tag :) Achja, und ich habe meinen Kaffee und Gebäck übrigens auf Norwegisch bestellt! Da war ich auch stolz wie Oskar :D Die Norweger trinken übrigens auch sehr viel Kaffee, allerdings meistens schwarz und "Kaffee und Kuchen" wie bei uns ist eher nicht so verbreitet. Kaffee wird einfach den ganzen Tag über und häufig auch abends nach dem Abendessen getrunken.

Strand auf Karmoy Bunte Strandsessel Haraldshaugen Marianne und Ich :)

Den Sonntag habe ich dann noch mit Bernt und Eli verbracht. Zuerst waren wir vormittags im Wikingermuseum auf Karmøy, welches die Geschichte von Haugesund und etwas über die nordische Mythologie erzählt. Das Museum war sehr interessant und es wurde viel erklärt und gezeigt. Ich fand es total toll von Bernt und Eli, dass sie dort extra mit mir hingefahren sind :)
Nachmittags waren wir dann noch im Waldgrundstück der Familie, wo Bernt noch gearbeitet hat und Eli und ich ein bisschen spazieren waren. Da das Wetter so schön war, habe ich beschlossen noch bis zu Bernts "Feierabend" mit Alfa (Bernts Hündin, der Mutter von Bjarne & Frode) im Wald zu bleiben und ein bisschen am See zu sitzen. So habe ich auch noch ein bisschen von Norwegens Natur genossen :) Abends war ich dann wieder bei Bernt und Eli zum Essen eingeladen, ich sollte nämlich noch einmal richtig norwegisch Fisch essen - und das habe ich auch, ob ihr es glaubt oder nicht! Eli hat richtig viel aufgefahren, es gab gebratenen Lachs, Dorsch, Krebsfleisch und Garnelen (glaube ich, ihr wisst, ich kenne mich damit nicht aus :D) - jedenfalls eine bunte Mischung an "Zeugs aus dem Meer", wie ich es immer nenne :D Und ich muss sagen, es hat mir wirklich gut geschmeckt! Vor allem den Lachs, der schön knusprig mit Haut gebraten war, fand ich mit etwas Sauerrahm total lecker. Bei ein, zwei Bierchen haben wir dann noch einige Geschichten ausgetauscht, Fotos von früher angeschaut (auch von dir, Ewald! :p) und meine Zeit in der Klinik ein wenig Revue passieren lassen. Es war toll zu hören, dass ich in der Klinik wirklich auch eine Hilfe war und ich nicht allzu viel Arbeit gemacht habe. Ich glaube so hatten alle eine schöne Zeit und ich bin wirklich dankbar dafür, dass ich diese Chance bekommen habe.

Mit Alfa am See :) Im Wald :)

Am Montag hat Ingri mich dann morgens zum Flughafen gebracht, nachdem ich mich von allen noch schnell verabschiedet hatte. Und dann ging es auch schon los nach Oslo!

Abschied von der Hundefamilie

Oslo - oder: Ist ja eigentlich relativ schön hier!
Kurze Erklärung zum Subtitel: Das waren Doris' Worte bei der Ankunft in Lommedalen :D Ich glaube sie fand es aber wirklich schön und war nur so überwältigt von dem ganzen Schnee, dass ihr die richtigen Worte gefehlt haben :p

Am Montag ging es dann also nach Oslo. Ich kam etwa um 11 am Flughafen an, danach ging es in einer insgesamt 2-stündigen "Tortur" mit 2 vollgepackten Koffern, einem schweren Rucksack voll Bücher und einer Kameratasche mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ins etwas außerhalb gelegene "Lommedalen", wo wir unsere airbnb-Unterkunft gebucht hatten. Der Weg war sehr beschwerlich, da ich meine Koffer überall tragen musste und es dann auch noch bergauf zur Unterkunft ging. Aber nun gut, selbst schuld, wenn man so viel mit nimmt :D
Unsere Unterkunft war eine niedliche Wohnung mit Schlafzimmer, Wohnzimmer mit Küchenbereich und kleinem Bad. Die Vermieter war ein sehr nettes Paar mit einem Hund und zwei Katzen. Die Lage war zwar relativ weit außerhalb vom Stadtzentrum, mit dem Bus ist man fast eine Stunde gefahren, aber dafür hatten wir tolle Natur und viel Schnee um uns herum (bei meiner Ankunft lagen etwa 40 cm Schnee) und wir hatten das gesamte Apartment für uns allein (was bei airbnb nicht immer so ist).
Als Anne und Doris dann abends auch ankamen, haben wir noch zusammen gekocht und den Abend bei ein paar Gläschen Berliner Luft ausklingen lassen :p

Unsere Unterkunft in Lommedalen

Am Dienstag hatten wir dann das volle Touristen-Sightseeing-Programm in Oslo geplant. Also mit dem Bus in die Stadt gefahren und los ging es - angefangen am Barcode (so wird ein Teil Oslos genannt, in dem viele moderne und architektonisch interessante Hochhäuser stehen, die in die Skyline hineinragen wie ein Barcode), dann bei der neuen Oper aufs Dach geklettert und anschließend zur Festung Akershus gelaufen. Dort angekommen waren wir so hungrig, dass wir uns nicht lange dort aufgehalten haben, sondern schnell etwas essen wollten. Das taten wir dann in einem ziemlich coolen Café. Satt und etwas ausgeruht ging es dann weiter - der Königspalast (wo wir genau pünktlich zum Wachwechsel ankamen) und weitere historische Gebäude in der Innenstadt warteten ja noch auf uns. Am Ende hatten wir (fast) alle wichtigen Sightseeing-Punkte in der Innenstadt gesehen und waren völlig erschöpft, sodass wir relativ zeitig abends wieder zurück fuhren. Schließlich stand ja für den nächsten Tag auch noch mehr auf dem Programm.

Die neue Oper in Oslo, mit begehbarem Dach Der Der Königspalast

Am Mittwoch also wieder früh raus aus den Federn, in Ruhe gefrühstückt und wieder mit dem Bus in die Stadt. Dieses Mal hieß unsere erste Station "Vigeland-Park". Das ist eine Kunstinstallation des Bildhauers Gustav Vigeland im Frognerpark, die viele Skulpturen zum Thema "Kreislauf des menschlichen Lebens" zeigt. Anschließend sind wir ins Grünerløkka gefahren, einem Stadtteil Oslos. Der Stadtteil ist etwa vergleichbar mit Linden in Hannover (für alle Hannoveraner): das Viertel ist multikulti, es gibt viele Second-Hand-Shops, Graffitis an Hauswänden, viele Cafés und Bars mit Sitzplätzen draußen und viele kleine Shops in den Seitenstraßen. Dort waren wir dann auch in der Mathallen, einem Gebäude mit vielen Imbisständen, wiederum vergleichbar mit der Markthalle in Hannover. "Mat" heißt allerdings nicht "Markt", sondern "Essen". Gegessen haben wir dann allerdings gegenüber in einem Burgerrestaurant, was auch großartig war! Dann noch ein Eis auf die Hand und wieder ab in die Sonne. Wir mussten uns nämlich erst noch aufwärmen, bevor es dann in die Magic Ice Bar ging. Einer Bar, die innen aus Eis gebaut ist und eisige -5°C kalt ist. Dort wurden wir mit Ponchos und Handschuhen eingekleidet und bekamen einen Cranberry-Weißwein serviert - natürlich im Eisglas. Sehr lange haben wir es in der Eisbar allerdings dann auch nicht ausgehalten, was vielleicht aber auch mit daran lag, dass wir die einzigen Gäste waren. So hatten wir aber die Möglichkeit viele Fotos zu machen und hatten trotzdem unseren Spaß :)

Eingang zum Vigelandspark Sonnenanbeter im Vigelandspark Der Monolith Das berühmte Quak quak! mehr moderne Architektur Eine süße Gasse in GrünerlökkaDie Magic Ice Bar Der Schrei aus Eis Prohoost!

Am Donnerstag wollten wir dann noch die Natur in Lommedalen erkunden und haben uns auf den Weg zu einem Waldsee gemacht. Unsere Wanderung führte uns durch die schneebedeckte Landschaft, insgesamt waren wir einige Stunden unterwegs, was aber auch daran lag, dass wir ständig für Fotos anhalten mussten :D Am See angekommen haben wir dann erstmal etwas verdutzt geguckt, denn wir konnten den See nirgends sehen. Natürlich hatte keiner von uns daran gedacht, dass der See womöglich zugefroren und ebenfalls schneebedeckt war :D Dennoch war die Landschaft wunderschön und wir hatten außerdem mal wieder richtig Glück mit dem Wetter. Leider haben wir keinen Elch gesehen, was ich bei dem "Vorsicht Elche" Schild an der Straße ein bisschen gehofft hatte. Aber wir waren wohl nah dran, denn Elchköttel haben wir jede Menge gefunden :D

Beware of the moose! Schnee Schnee Schnee Der schneebedeckte See Doris und Anne <3

Am Freitag ging es dann für die beiden Mädels schon wieder zum Flughafen und Richtung Heimat. Ich hatte noch zwei Nächte in einem Hostel in Oslo gebucht, da mein Flieger ja erst am Sonntag zurück ging.

Leider ist dann aber meine Hundeschlittentour am Samstag wegen schlechter Wetterbedingungen ausgefallen, in Beitostølen gab es wohl richtig Sturm und das wäre dann für alle Beteiligten zu gefährlich gewesen. Glücklicherweise war aber in Oslo super Wetter bei strahlend blauem Himmel, sodass ich dort noch einen schönen Tag verbringen konnte. Außerdem war ein großer Marathon in der Innenstadt, sodass überall Musik lief und auch einige Stände mit Essen etc. aufgebaut waren. Ich habe also noch ein bisschen geshoppt und konnte den Tag trotz allem noch genießen. Außerdem habe ich mir noch das Rathaus angeschaut (Sorry, Anne :p), das total schön war und in vielen Räumen beeindruckende Malereien an den Wänden hatte.

Wandmalerei im Osloer Rathaus

Am Sonntag ging es dann also auch für mich mit Sack und Pack zum Flughafen und wieder Richtung Heimat, worauf ich mich so langsam auch schon ein bisschen freute :) In Hamburg wurde ich dann von meinen Eltern abgeholt und wir haben uns noch einen schönen Nachmittag im sonnigen Hamburg gemacht.

So, nun habt ihr all meine Geschichten aus Norwegen gelesen. Ich werde aber in den kommenden Tagen noch einen abschließenden Eintrag zu meinem Norwegen-Abenteuer schreiben, also bleibt dran!

Ha det bra,
Julia

Meine letzte Woche in Haugesund

Freitag, 13.04.2018

Hallo liebe Leser!

Es ist Wahnsinn, wie schnell die Zeit hier vergangen ist. Heute ist schon mein letzter Arbeitstag im Karmsund Dyrehospital und meine letzten Tage in Haugesund stehen an, bevor es dann am Montag nach Oslo geht.

Letztes Wochenende war ich mit ein paar Kollegen aus der Klinik zum Essen verabredet, sozusagen als vorgezogenes "Abschiedsessen". Wir waren bei OXE Burger in Haugesund, wo es super leckere Burger und Pommes gibt. Dort haben wir uns um 17 Uhr getroffen, was ich, wie ich zugeben muss, eine ziemlich seltsame Zeit fand, um sich zum Abendessen zu verabreden. Aber ich muss sagen, eigentlich war das gar nicht so schlecht. Während man sich bei uns ja meistens erst gegen um 20 Uhr verabredet und sich der Abend dann dementsprechend in die Länge zieht, war ich so nach ein paar sehr schönen und lustigen Stunden trotzdem schon um 20:30 Uhr zuhause und konnte den Abend noch in Ruhe bei einer Runde Netflix ausklingen lassen. Außerdem konnte ich nach dem ganzen Bier so noch genug Wasser trinken um vor dem Schlafengehen wieder nüchtern zu sein :D Es war wirklich ein total schöner Abend und Bernt war auch noch so großzügig, das ganze zu sponsorn. Vielen lieben Dank, Bernt! :)

(Bild folgt)

Am Samstag war ich außerdem noch im Amanda Einkaufszentrum, das hier ganz in der Nähe ist. Wie schon gesagt, Einkaufszentren gibt es hier wie Sand am Meer. Meine Theorie dazu ist ja mittlerweile, dass hier einfach so häufig schlechtes Wetter ist, dass die Norweger es bevorzugen, alle Geschäfte unter einem Dach zu haben, um nicht bei Regen und Wind ständig wieder auf die Straße zu müssen. Fairerweise muss ich aber dazu sagen, dass das Wetter hier die letzten Tage wirklich großartig war und es jetzt auch endlich Frühling wird hier :)
Witzigerweise wollte ich eigentlich in einem "norwegischen" Laden etwas kaufen, aber ihr könnt euch bestimmt schon denken, wo ich letzten Endes fündig wurde - bei H&M :D Ich habe allerdings noch nicht die leiseste Ahnung, wie ich all den Kram, den ich hier noch so gekauft habe, in meine Koffer kriegen soll - die waren ja auf dem Hinflug schon proppevoll :D

Am Dienstag hat Linn (eine der Klinikassistentinnen) mich dann auf einen kleinen Ausflug mitgenommen. Wir waren zuerst in Visnes, eine Ortschaft die vom Kupferbergbau geprägt ist. Dort stand noch eine Art Zugmaschine für Loren oder so (also eine winzige Eisenbahn, wenn man so will), die witzigerweise in Diepholz gebaut wurde. So klein ist die Welt. Man sagt übrigens, dass das Kupfer für die Freiheitsstatue von New York aus dieser Mine stammt, laut Wikipedia gibt es dafür aber keine Belege. Trotzdem wurde aus diesem Grund eine Miniatur-Freiheitsstatue in Visnes nachgebaut.
Außerdem war die Umgebung dort wunderschön und das Wetter großartig, sodass wir noch eine Runde mit Bravo, Linns Hund, spazieren gegangen sind.

Zugmaschine aus Diepholz! Ein grüner See an der Mine Die Freiheitsstatue?! Ein Schwan Landschaft. Mal wieder :) Bravo posiert vorbildlich :)

Anschließend sind wir noch auf den Steinsfjellet gefahren, einen Berg von dem aus man einen tollen Ausblick auf Haugesund hat. Zum Schluss waren wir dann noch Mittagessen und haben noch einen Abstecher zum Supermarkt gemacht, wo ich typisches "norwegisches" Gewürz ("Piffi"), super leckere Süßigkeiten und Schmierkäse aus der Tube gekauft habe. Es war ein wirklich toller Tag und ich danke Linn ganz herzlich dafür, dass sie mir alles gezeigt hat :)

Blick auf Haugesund

Für meinen letzten Tag in der Klinik habe ich mir dann in den Kopf gesetzt, einen Kuchen zu backen. Leichter gesagt als getan, denn ich habe keinen Backofen :D Aber ich bin ja kreativ, also habe ich gegoogelt, ob man wohl in der Bratpfanne einen Kuchen garen kann. Und ja, das kann man. Also habe ich alle nötigen Zutaten für einen Apfelkuchen eingekauft. Nun das nächste Problem: Ich habe kein Schälmesser. Da ich aber ja glücklicherweise in einer Tierklinik wohne und nicht auf den Kopf gefallen bin, ist mir auch dafür etwas eingefallen: Eine Skalpellklinge tut's auch :D Die Äpfel für den Kuchen musste ich übrigens auch abwiegen, da ich aber keine Küchenwaage habe, musste eben die kleine Waage für Katzen herhalten. Irgendwas nützliches findet man hier immer :D

 Äpfel schälen mit dem Skalpell :D

Zunächst war ich ganz guter Dinge, dass der Kuchen gut werden würde, allerdings wollte er oben drauf einfach nicht gar werden, sodass er leider nachher von unten schon etwas angebrannt war. Also habe ich den halben Kuchen unten abgeschnitten, ihn umgedreht und nochmal neue Äpfel gebraten, die dann einfach wie bei einem Obstboden oben drauf kamen. Dann noch ein paar Mandeln angeröstet, eine Karamellsoße gemacht et voilà - mein Apfelkuchen war endlich fertig. Und ich kann ganz stolz sagen, dass er auch super schmeckt und gerade von allen Kollegen vertilgt wird :)

Das Resultat: Ein Pfannen-Kuchen :)

So viel erstmal bis hier her. Ich freue mich jetzt schon ein bisschen auf das Wochenende und auch auf nächste Woche, bin allerdings auch etwas traurig, dass ich die meisten meiner Kollegen gar nicht wieder sehen werde :( Aber man sieht sich ja bekanntlich immer zwei Mal im Leben also mal schauen, ob ich nicht doch in naher Zukunft mal wieder herkomme :)

Das nächste Mal berichte ich vermutlich aus Oslo, also

Hat det bra!
Julia

Påsken i Bergen

Freitag, 06.04.2018

Hallooo liebe Leute!

Jetzt habe ich endlich mal ein bisschen Zeit euch wieder zu berichten :)

Påsken i Bergen
Wie ja bereits erwähnt habe ich Ostern in Bergen verbracht. Bergen ist die zweitgrößte Stadt Norwegens und der Ausgangspunkt der bekannten Hurtigruten-Schiffe. Und wie ebenfalls bereits angedeutet die "regenreichste Großstadt Europas". Ich allerdings hatte wohl wirklich das Glück auf meiner Seite, denn ich hatte 4 Tage lang blauen Himmel und Sonnenschein (das wollte mir hier kaum jemand glauben) :)

Das Wetter habe ich dann auch ausgiebig genutzt und fast die ganze Zeit draußen verbracht. Am Donnerstag kam ich gegen 15:00 Uhr im Hostel an, das zwar etwas außerhalb des Stadtzentrums liegt aber mit dem Bus gut zu erreichen ist und außerdem einen fantastischen Ausblick auf die Stadt bietet:

Blick von der Terrasse des Hostels bei Tag... ... und bei Nacht Das Hostel Montana vor dem Mount Ulriken

Hinter dem Hostel beginnt außerdem der Wanderpfad auf den Mount Ulriken, einen der 10 Berge, die Bergen umgeben (der Legende nach sind es 7, aber geografisch sind es korrekterweise 10). Diese Gelegenheit nutzte ich schon gleich am Donnerstag für einen kleinen Spaziergang.

Karfreitag
Am Karfreitag habe ich dann erstmal zu Fuß ein wenig die Stadt erkundet um mich zu orientieren. Übrigens sind in Norwegen über Ostern nicht nur am Freitag, Sonntag und Montag alle Geschäfte zu, sondern bereits am Gründonnerstag (der hier auch gesetzlicher Feiertag ist) und auch am Samstag ist vieles geschlossen, auch viele Museen und Cafés oder Restaurants zum Beispiel haben eingeschränkte Öffnungszeiten.
Während meines Stadtbummels bin ich dann mehr oder weniger zufällig auf die Fløibanen gestoßen, von der ich vorher schon gehört hatte. Das ist eine Standseilbahn, mit der man bis auf den Mount Fløyen fahren kann. Das habe ich dann also auch gemacht und war begeistert! Die Fahrt hoch auf den Berg dauert nur etwa 10 Minuten, da der Berg nicht soo hoch ist. Trotzdem hat man von dort oben einen fantastischen Ausblick auf Bergen und da das Wetter so grandios war (ich kann es immer noch gar nicht glauben :D) habe ich fast den ganzen Tag dort oben verbracht. Erst bin ich ein bisschen im Schnee spazieren gegangen und habe natürlich etliche Fotos gemacht, dann habe ich mich auf die Terrasse eines Restaurants gesetzt, das wohl teuerste Bier meines Lebens getrunken (knapp 10 € für 0,4 l Bier - aber geschmeckt hat es ausgezeichnet ;) ) und habe Ansichtskarten geschrieben. Ich glaube ich habe mir dabei sogar einen winzigen Sonnenbrand geholt :p

Die Fløibanen Aussicht genießen :) Blick vom Mount Fløyen Blick vom Mount Fløyen

Als ich mich dann endlich einigermaßen an der Aussicht sattgesehen hatte wollte ich noch ein bisschen spazieren gehen und entschloss mich deshalb dazu, zu Fuß den Berg wieder herunterzusteigen. Leichter gesagt als getan, denn es war durch den Schnee und die Kälte bei gleichzeitig doch sehr kräftigem Sonnenschein natürlich stellenweise spiegelglatt. Zwei Mal hat es mich auch auf den Hintern gesetzt, aber passiert ist mir nichts :) Ich habe den Abstieg sehr genossen, denn komischerweise waren zu der Zeit kaum Leute auf dem Bergpfad unterwegs und durch den Schnee war es so herrlich still, dass ich teilweise einfach stehenblieb um die Stille und die Natur zu genießen.

Stille im Schnee

Am Ende des Abstiegs wurde ich dann noch von einem hübschen Stadtteil Bergens belohnt, denn hinter der Station der Fløibanen, wo ich wieder herunterkam, waren viele Bäume bunt bestrickt worden, was richtig toll aussah:

Bunte Bäume

Samstag
Am Samstag habe ich dann die Gelegenheit genutzt, dass doch einige Geschäfte geöffnet waren und war ein bisschen "Shoppen". Gekauft habe ich nicht ganz viel, aber es hat trotzdem Spaß gemacht, sich durch das Sortiment der verschiedenen Einkaufszentren zu stöbern. Ich habe übrigens den Eindruck, die Norweger lieben Shopping Malls. In jedem Ort gibt es mehrere Einkaufszentren, manchmal direkt nebeneinander. Später habe ich mir dann im Hanseviertel Bryggen, dem bekannten historischen Hafenviertel mit den bunten Holzhäusern, einen Kaffee und ein typisches norwegisches Gebäck mit Vanillepudding gegönnt und die Sonne genossen. Bei der Getränkekarte wurde ich etwas stutzig, denn in dem Café konnte man Kaffee mit Lakritz bekommen. Überhaupt sind die Norweger scheinbar ganz verrückt nach Lakritz, denn man kann alles Mögliche mit Lakritzgeschmack kaufen, zum Beispiel auch Eis. Igitt :D

Eines der KODE-Museen Bunte Häuser im Hanseviertel Bryggen Und von der anderen Uferseite aus nochmal

Ostersonntag
Am Sonntag habe ich mich dann dazu entschlossen, die "Norway in a Nutshell"-Tour mitzumachen. Das ist eine eintägige Rundfahrt mit verschiedenen Stationen. Zunächst ging es mit dem Zug nach Myrdal, von dort mit der Flåmsbana - einer alten Eisenbahn - nach Flåm, wo wir 3 Stunden Aufenthalt hatten. Auf der Fahrt hatte ich eine andere junge Frau aus den USA kennen gelernt, die diese Tour ebenfalls allein machte, also haben wir uns zusammen getan und den Tag gemeinsam verbracht. In Flåm sind wir dann ein bisschen spazieren gegangen, haben einen Kaffee getrunken und ein bisschen im Souvenirshop gestöbert. Danach ging es zum schönsten Teil des Trips - einer Fjordfahrt mit dem Schiff bis nach Gudvangen. Die Fahrt dauerte 2 Stunden und wir kamen angesichts der steilen Felswände und des kristallklaren Wassers aus dem Staunen nicht mehr heraus. Ich habe unendlich viele Fotos gemacht, aber musste leider feststellen, dass man diese Tiefe und den Gesamteindruck einfach nicht gut in Bildern festhalten kann. Das muss man einfach selbst gesehen haben :) Trotzdem will ich euch die Bilder natürlich nicht vorenthalten:

Die Flåmsbana Fjord zwischen den Bergen Ein Dorf am Fjord Sonne <3 gefrorener Wasserfall Eisbrecher :D Zugeschneiter See

Von Gudvangen aus ging es dann mit dem Bus nach Voss und von dort aus dann mit dem Zug zurück nach Bergen. Zwar boten diese beiden Fahrten auch eine schöne Aussicht auf zugefrorene und zugeschneite Seen und Berge, aber da ich ziemlich müde war habe ich einen Großteil der Fahrt geschlafen :D Deshalb habe ich mir auch nur schnell am Bahnhof einen Hotdog geholt und konnte so zurück im Hostel sofort erschöpft ins Bett fallen :D Hotdogs bekommt man übrigens in Norwegen an jeder Ecke, meistens mit verschiedenen Würstchen, Pølser genannt. Es ist wohl das typische "Tankstellenessen", also das Pendant zu unserer Currywurst mit Pommes.
Ich hatte vorher ein wenig meine Bedenken, ob sich die "Norway in a nutshell"-Tour lohnen würde, aber ich habe es kein bisschen bereut, denn so konnte ich einiges von Norwegens Landschaft sehen, ohne dafür eine ganze Woche unterwegs sein zu müssen.

 

Ostermontag
Am Montagmorgen bin ich dann direkt nach dem Frühstück die Rückreise nach Haugesund angetreten. Da ich vom Vortag immer noch ziemlich müde war habe ich auch hier die halbe Fahrt geschlafen :D

Den Rest des Ostermontags habe ich dann am Laptop verbracht. Nicht etwa um Bilder zu bearbeiten, sondern um den Rest meines Norwegen-Aufenthalts zu planen. Das war ganz schön anstrengend und hat auch irgendwie erstmal nicht so geklappt, wie ich mir das vorgestellt hatte. Aber am Ende habe ich jetzt glaube ich einen ganz guten Plan und das meiste auch schon gebucht. So sieht der Plan jetzt aus:
Am 16. April fliege ich von Haugesund nach Oslo, wo ich Anne und Doris, zwei Freundinnen aus Hannover treffe. Wir verbringen dann 5 Tage zusammen in Oslo :) Ich bleibe dann außerdem noch zwei Tage länger dort, also bis zum 22., und fliege dann von dort aus direkt nach Hamburg (ich bin also drei Tage früher zurück als erwartet!). Am 21. habe ich außerdem noch etwas gebucht, von dem ich schon seeehr lange träume: Ich werde eine Hundeschlittenfahrt machen! Darauf freue ich mich schon total und bin sehr gespannt!

Sooo, nun habe ich euch aber wirklich erstmal wieder genug erzählt. Ich habe noch ein paar Dinge in meinem Notizbuch, die ich euch noch erzählen möchte, aber dafür schreibe ich noch einen neuen Blogeintrag, vielleicht schaffe ich es ja am Wochenende.

Bis dahin,

Ha det bra,
eure Julia

Jules at work

Mittwoch, 28.03.2018

So Leute,

Ich habe jetzt schon von mehreren Leuten den "Vorwurf" gehört, ich würde ja doch nur Welpen kuscheln in meinem Praktikum. Mit dem Vorurteil möchte ich heute mal aufräumen und euch einen kleinen Einblick in meine Arbeit geben ;-)

Das Karmsund Dyrehospital hat zwei mal am Tag offene Sprechstunde, während der ich normalerweise bei einem der Tierärzte mit in der Sprechstunde bin und am Tier helfe oder zum Beispiel Impfungen gebe oder Krallen schneide. Außerdem übernehme ich häufig die Laboruntersuchungen, zum Beispiel Blutproben im Labor vorbereiten oder Ausstriche mikroskopieren. Darunter sind viele Ohrausstriche, da oft Hunde oder Katzen mit Ohrentzündungen zu uns kommen. Diese können bakteriell, parasitär oder pilzbedingt sein und stellen sich dementsprechend unter dem Mikroskop dar: 

gemischte Ohrinfektion mit Pilzen und Bakterien Eine Ohrmilbe. Ist sie nicht süß?

Manchmal haben wir auch etwas speziellere Fälle in der Klinik, bei denen ich teilweise nur wenig helfen kann, aber durchs Zuschauen auch viel lerne. Zum Beispiel habe ich hier gelernt, wie man ein Othämatom behandelt. Das ist eine Blutansammlung im Ohr, die meistens dadurch entsteht, dass die Tiere durch Juckreiz im Ohr (z.B. durch eine Entzündung oder Milbenbefall) viel mit dem Kopf schütteln. Dann kann man das Ohr etwas anritzen und mit einer Othämatom-Kompresse (einer Art Schwamm) das Blut "entziehen". Das sieht dann so aus:

Othämatomkompresse bei einer Katze

Einen ganz spannenden Fall hatten wir außerdem gestern: Ein Hund hatte einen Angelhaken verschluckt, den man auch wunderbar auf dem Röntgenbild sehen konnte. Zum Glück war der Angelhaken nur bis kurz hinter den Magen gelangt, sodass Bernt und Ingri es geschafft haben, den Haken endoskopisch zu entfernen, ohne dass dieser große Schäden an Speiseröhre und Magen hinterlassen hat:

Das Röntgenbild - hübsch! Bild vom Endoskop Tadaaa!

Das größte ist es für mich aber natürlich, wenn ich bei Operationen helfen oder diese sogar selbst durchführen darf! So habe ich zum Beispiel schon zwei Kater kastriert und einige Wundversorgungen durchgeführt:

Die Katze hatte wohl einen kleinen Kampf Wunde gesäubert und genäht - fertig!

Letzte Woche durfte ich dann mit Bernt einen Gesäugetumor entfernen. Das meiste ließ Bernt mich selbst machen, nur bei der Entfernung selbst hat er mir assistiert :) Da ich natürlich richtig stolz auf die OP war musste Lene (eine der Assistentinnen) natürlich Fotos machen!

Bernt und ich beim operieren - spannend! Jetzt noch fix zunähen... ...fertig! Top!

So, ich hoffe, diese Eindrücke haben euch gezeigt, dass ich hier während meiner Zeit in Haugesund auch arbeite und lerne :-p Aber natürlich kommt der Spaß auch nicht zu kurz (zumal mir die Arbeit natürlich auch Spaß macht!). Und ich muss zugeben, auch das mit den Welpen kommt nicht zu kurz, denn mir ist aufgefallen, dass hier tatsächlich sehr viele Welpen bzw. Züchter mit ihren Welpen herkommen. Ich habe den Eindruck, dass Hundezucht (und auch Hundeshows) ein sehr beliebtes Hobby in Norwegen ist.

Ich war übrigens am vergangenen Wochenende nochmal in Haugesund und möchte euch natürlich die neuen Bilder, die dort entstanden sind, auch nicht vorenthalten:

Ein Hafen Michael Jackson überquert den Zebrastreifen :D Haugesund bunte Häuser Haugesund Haugesund - und wieder strahlend blauer Himmel :)

Außerdem hatten wir letzte Woche Schnee liegen! Leider habe ich es nicht geschafft, richtig tolle Bilder zu machen, da der Schnee sehr schnell wieder weggetaut ist. Hier sind es jetzt nämlich eigentlich durchgehend über 0 Grad, auch wenn der Wind heute sehr eisig war.

Schnee vor der Haustür :) Winterwonderland

Und jetzt mache ich mich ans Sachen packen, denn morgen früh geht mein Bus nach Bergen. Dort werde ich die Osterfeiertage verbringen (habe ich erwähnt, dass in Norwegen Gründonnerstag auch ein Feiertag ist? :-p) und hoffentlich viele neue Eindrucke bekommen und Tolles erleben! Ich bin sehr gespannt auf das Wetter, denn wie ich gelesen habe regnet es in Bergen durchschnittlich (!) an 250 (!!!) Tagen im Jahr. Die Wettervorhersage ist allerdings super, angeblich soll es die nächsten 5 Tage (also genau die Zeit, in der ich da bin) keinen Regen geben :D Ich werde euch berichten und viele Fotos machen :-)

Also denn, god påske euch allen und bis die Tage!
Julia

So viel passiert!

Dienstag, 20.03.2018

Hallo alle miteinander :)

Ich sitze gerade bei einer kleinen Mittagspause mit Pfannkuchen in meinem Zimmer und will euch endlich mal wieder etwas berichten. Wie ihr euch denken könnt war ich am Wochenende ganz schön beschäftigt, sodass ich bislang noch gar nicht zum Schreiben gekommen bin.

Vergangene Woche
Nun, die Woche war natürlich wieder dem Praktikum gewidmet. Ich habe einige neue Dinge gelernt, unter anderem konnte ich eine andere Technik der Katerkastration ausprobieren, die ich so noch nicht kannte bzw. noch nie gemacht hatte. Außerdem schnappe ich immer mehr Wörter aus dem Norwegischen auf und verstehe mittlerweile zumindest grob, was die Besitzer erzählen. Es sind aber auch alle Besitzer immer total verständnisvoll, wenn ich sage, dass ich Deutsche bin und kein Norwegisch sprechen, und wiederholen dann auch gerne nochmal etwas für mich auf Englisch (oder teilweise auch Deutsch, da man das hier in vielen Schulen als zweite Fremdsprache wählen kann). Es sind also alle total zuvorkommend :)

Letzte Woche hatte ich die Möglichkeit, zwei Tiere, die leider eingeschläfert werden mussten, zu obduzieren. Das war sehr interessant. Ein kleiner Boston Terrier-Welpe hatte leider einen sogenannten Hydrocephalus, also einen "Wasserkopf". Da habe ich dann vorsichtig den Schädel eröffnet und konnte mir das Gehirn dann genauer anschauen. Bei einer alten Katze, die eingeschläfert werden musste, hatten wir schon im Ultraschall veränderte Nieren festgestellt, diese habe ich dann also ebenfalls untersucht und auch stark veränderte Nieren gefunden. Was genau dahinter steckte habe ich noch nicht herausgefunden, aber ich wollte mich zu dem Thema nochmal schlau lesen :) Bilder von den Obduktionen habe ich zwar auch gemacht, aber die erspare ich euch mal lieber, ich weiß ja nicht, wer hier alles so rein schaut und das vielleicht unappetitlich findet ;)

Am Freitag war dann erstmal ein sehr trauriger Tag für mich. Der kleine Bjarne wurde verkauft und abgeholt :( Am Abend zuvor hatte ich noch einen Spaziergang mit ihm gemacht und den Sonnenuntergang angeschaut, danach haben wir noch viel gekuschelt und gespielt. Am nächsten Mittag hieß es dann Abschied nehmen. Die beiden jungen Männer, die Bjarne abgeholt haben, wirkten aber sehr nett und wollen Bjarne wohl auch für die Jagd einsetzen, was ihm glaube ich sehr gefallen wird. Er ist immerhin sehr durchsetzungsfähig (um nicht zu sagen dickköpfig :p ) und hat einen ausgeprägten Jagdinstinkt (Foxterrier halt). Daher freue ich mich natürlich total für den Kleinen! :) 

Untersuchungen und Impfungen für Bjarne vor der großen Reise! Der kleine Bjarne nochmal. Wunderschöner Sonnenuntergang

Das Wochenende
Am Wochenende war total viel Programm! Am Freitagabend haben wir relativ pünktlich Feierabend gemacht, sodass ich eigentlich mit der Kamera los wollte und noch ein paar Fotos vom Sonnenuntergang machen. Ich bin dann also einfach erstmal losgelaufen und dann aber irgendwie bei einem Einkaufszentrum hier direkt um die Ecke gelandet. Da wollte ich dann "nur kurz mal reinschauen" - ihr kennt das ja :D Da das Zentrum auch zwei Supermärkte hatte bei denen es nochmal etwas andere Auswahl als bei dem Kiwi-Markt hier um die Ecke gab, bin ich natürlich mit zwei Tüten unter dem Arm - selbstverständlich mittlerweile NACH Sonnenuntergang - wieder zurück zur Klinik gegangen. Nun habe ich den Kühlschrank aber wirklich erstmal voll :D Unter anderem habe ich mir jetzt auch mal Gudbrandsdalsost gekauft, einen speziellen norwegischen Braunkäse aus Kuhmolke, Sahne, Kuh- und Ziegenmilch, der einen karamelligen Beigeschmack hat. Ich muss sagen, ein richtiger Fan bin ich davon noch nicht :D Mal schauen, ob ich mich an den Geschmack vielleicht gewöhne.

Am Samstag habe ich dann erstmal ein richtig schönes Frühstück mit Pfannkuchen und Ei gemacht und dabei mit Mama geskyped. Danach habe ich dann meine Bude geputzt und Abwasch gemacht etc. Das war leider über die Woche alles etwas liegen geblieben. Da das Wetter wunderschön war bin ich dann im Wald hier um die Ecke ein wenig spazieren gegangen. Abends war ich dann mit Bernt und seiner Familie erst in einer Kn­­­­eipe in der Innenstadt, dort wurde eine kleine Überraschungsparty für seine Nichte gegeben, die 18 wird (zwar erst nächste Woche, und so richtig habe ich das auch nicht verstanden, aber die Party sollte halt schon vorher stattfinden :D). Dort habe ich dann also einen weiteren Teil von Bernts und Elis (Bernts Frau) Familie kennen gelernt. Auch dort waren alle sehr nett und haben sich Mühe gegeben, sich mit mir auf Deutsch oder Englisch zu unterhalten :) Nach etwa 2 Stunden auf der Party sind wir dann gegangen und haben in einem Restaurant noch etwas gegessen. Das Restaurant gehört wohl zu einer Kette ("Egon"), die aber sehr viel Wert auf Qualität und auch Individualität bei den einzelnen Restaurants legt. Die Einrichtung war sehr urig, mit alten Bauerngerätschaften an der Wand etc., und das Essen war großartig!

Norwegens Wildlife :D Eingefrorener Zugefrorener See im Wald

Am Sonntag war dann richtig viel Programm: Erst bin ich vormittags mit Bernt und Eli und Alfa (Bjarnes Mama) im Schlepptau mit deren kleinem Boot rausgefahren. Das Wetter war einfach perfekt dafür! Die letzten Tage war es ohnehin meistens ziemlich sonnig und sehr schön :) Wir sind dann also erstmal raus aufs Wasser gefahren und haben unser Glück beim Angeln versucht. Jaa, ich habe geangelt! Aber - wer meine Familie hinsichtlich Angeln kennt, weiß, was jetzt kommt - wir haben nichts gefangen. Einmal hatte ich drei Fische an der Angel, die ich auch nur mit Mühe herausziehen konnte, aber die waren alle drei zu klein zum Essen, also haben wir sie wieder frei gelassen. Danach ist dann auch leider bei einem weiteren Versuch ein Haken im Boden stecken geblieben, sodass die Schnur gerissen ist. Also haben wir das Angeln abgebrochen und haben unsere Fahrt fortgesetzt. Wir sind dann weiter gefahren auf die Insel Karmoy nach Avaldsnes, wo es ein kleines Wikingerdorf als "Freilichtmuseum" gibt. Im Sommer ist da wohl immer richtig viel los und viel Programm, aber auch jetzt war es dort schön zum Spazieren gehen und Fotos machen. Wir sind dann hoch gegangen bis zur Olavskirche (Olavskirken). Dort erklärte mir Bernt, dass ein langer Spitzer Fels, der direkt neben der Kirchenwand steht, "Nähnadel Mariens" heißt und dass es eine Sage gibt, nach der die Welt untergehen wird, wenn die Spitze der Nadel die Kirchenwand berührt. Deshalb haben die Pfarrer immer wieder heimlich ein Stück oben abgeschlagen, wenn die Nadel der Wand zu nahe kam. Nach diesem Ausflug sind wir wieder zurück zum Boot und wieder nach Hause gefahren.
Am Nachmittag war ich dann bei Bernt und Eli zusammen mit Felix und Ingri zum Lamm-Essen eingeladen. Eli hat ganz wunderbar leckeres Lamm gekocht und wir haben schön zusammen gegessen. Direkt im Anschluss ging es in die Norheimkirke, wo Verwandte von Bernt und Eli ein Konzert mit Klavier und zwei Violinen gaben. Das war mal etwas anderes und sehr schön. Außerdem war ich ziemlich beeindruckt, denn der Pianist war über 90 Jahre alt und hat dennoch richtig gut gespielt.
Danach habe ich mich einen kurzen Moment ausgeruht, bis ich dann wieder zum Abendbrot bei Bernt und Eli eingeladen war. Und es gab Garnelen! Brot mit Garnelen und Mayonnaise ist hier sehr beliebt, und da ich ja nun mal alles probieren will habe ich, trotz meiner eigentlichen Abneigung gegen Fisch und Meeresfrüchte, natürlich auch etwas davon probiert. Und ich muss zugeben, es war gar nicht so schlimm, vielleicht sogar ganz lecker O:) Auch ein bisschen Forelle habe ich gegessen und fand es wirklich gut. Glaubt ihr gar nicht, was? :p
Ich kann also nur sagen, dass es ein wirklich ganz großartiges Wochenende war! Vielen vielen Dank an Bernt und die ganze Familie für die tolle Zeit am Wochenende :)

Bernt macht das Boot bereit.Co-Pilot Alfa <3WikingerhüttenOlavskirkenNaturDie Nähnadel MariensViel Platz ist nicht mehr! O.OJules vor der OlavskirkenJules vor der weiten NaturGegend.Natur :)Die Norheim-KircheGemeinsames Abendessen mit Bernd, Eli, Felix und Ingri Garnelen!

Die letzten Tage
Da ja heute schon wieder Dienstag ist, will ich natürlich auch kurz über die letzten beiden Tage noch berichten. Gestern habe ich eine Katze mit Bisswunden versorgt, wir mussten einen Abszess spalten und spülen und eine etwas größere Bisswunde habe ich gesäubert und genäht. Heute habe ich dann eine weitere kleine OP ganz allein durchgeführt, ein Hund hatte eine kleine Umfangsvermehrung (ugs. auch "Knubbel" genannt :D) in der Haut. Die habe ich reseziert (also weggeschnitten) und die Haut dann wieder zusammen genäht. Ihr merkt also schon, ich werde hier teilweise voll eingebunden und kann ein bisschen OP- und Näherfahrung sammeln. Das ist natürlich ganz toll für mich und bringt mich dann auch mit meinen praktischen Fähigkeiten weiter.

Hochkonzentriert bei der Arbeit Muskat, die Klinikkatze :3

Auch auf die Gefahr hin, dass ihr gar nicht mehr weiter lest, möchte ich noch kurz etwas zum Unterschied der Arbeit von Tierärzten hier und in Deutschland erzählen: Die Tierärzte haben hier kein Dispensierrecht. In Deutschland haben die Tierärzte, anders als die Humanmediziner, das Privileg, Tierarzneimittel selbst an den Besitzer abzugeben bzw. zu verkaufen. Hier in Norwegen ist es bei den Tierärzten genau wie bei den Humanmedizinern, das heißt also die Tierärzte dürfen nur Rezepte für Arzneimittel ausstellen und die Besitzer müssen die Medikamente dann aus der Apotheke holen.

Ich weiß, ich habe schon ewig viel geschrieben, aber eine letzte Sache will ich euch auf gar keinen Fall vorenthalten: Ich habe einen neuen Welpen! Frode heißt er und ist ebenfalls ein ganz süßer. Er ist der Bruder von Bjarne und Mini und war eigentlich schon so gut wie verkauft, aber der Käufer hatte noch nicht bezahlt und als er sich dann entscheiden sollte wollte er Frude wohl doch nicht mehr. Also muss ich wohl erstmal wieder mit ihm kuscheln! :) Fotos folgen bestimmt ganz bald, aber heute ist der Kleine noch zu aufgekratzt :D

Achso, ich habe jetzt außerdem noch zwei Ausflüge gebucht: Über Ostern werde ich 5 Tage in Bergen sein (Gründonnerstag ist hier auch ein gesetzlicher Feiertag :p) und am Ende meines Norwegen-Aufenthalts im April kommen Anne und Doris, zwei Freundinnen aus Hannover, zu Besuch und wir machen gemeinsam für 5 Tage Oslo unsicher! :) Darauf freue ich mich schon total.

Soo, jetzt habe ich aber wirklich genug geschrieben. Hinterlasst doch gerne mal einen Kommentar, darüber freue ich mich immer ganz besonders und dann weiß ich, dass auch wirklich jemand das hier liest :)

Ha det bra,
Julia

Fazit nach der ersten Woche

Sonntag, 11.03.2018

God kveld ihr Lieben,

Nun neigt sich langsam die erste (ganze) Woche dem Ende zu. Zeit, euch einen kleinen Zwischenstand zu geben :)

Meine Woche
Nun, in erster Linie war ich natürlich mit meinem Praktikum beschäftigt ;) Außerdem hat mich der kleine Bjarne viel auf Trab gehalten, was mir aber sehr gut gefällt. Gestern hatte ich ihn den Tag über nicht, da ich in der Stadt war, und schon hat er mir gefehlt O:) Daneben habe ich meinen "Haushalt" gemacht und in meinem Buch "Gebrauchsanweisung für Norwegen" gelesen, das sehr lehrreich und teilweise auch sehr witzig ist. 
Gebrauchsanweisung für Norwegen

Mein Wochenende
Am Freitagabend war ich bei Bernt und seiner Frau zum Pizza essen eingeladen. Ingri (die übrigens Bernts Tochter ist) und Felix waren ebenfalls dort. Wir haben richtig lecker selbstgemachte Pizza gegessen, Wein getrunken und einige sehr unterhaltsame Geschichten ausgetauscht. Es war ein sehr netter Abend und es hat mich gefreut, alle etwas näher kennen zu lernen.
Am Samstag bin ich dann mit dem Bus ins Zentrum von Haugesund gefahren. Das ist hier mit dem Bus total einfach, denn wir haben eine Bushaltestelle direkt vor dem Haus und man zahlt für die Fahrt in einem bestimmten Umkreis immer 10 Kronen (ca. 1,00 €) und kann dann aussteigen wo man will. Daher musste ich dem Busfahrer zum Glück nicht groß was auf Norwegisch erklären :D Haugesund ist etwa so groß wie Cloppenburg und im Zentrum auch ähnlich aufgebaut, es gibt im Prinzip eine Straße als Fußgängerzone an der viele kleine Geschäfte sind. Natürlich gibt es in den Seitenstraßen auch Geschäfte, aber das meiste spielt sich (soweit ich das bisher beurteilen kann) in dieser Fußgängerzone ab. Außerdem war ich noch in einem kleinen Einkaufszentrum, Markedet, da gab es auch einige sehr schöne Geschäfte. Unter anderem eine Filiale von Søstrene Grene, einen Laden in den ich mich in Hannover schon verliebt habe :) Gekauft habe ich aber bis auf ein bisschen Schokolade erstmal nichts, ich fürchte ich muss mich etwas am Riemen reißen, wenn ich noch 7 Wochen in Norwegen bleiben will :D Da das Wetter sehr schön war habe ich die Sonne genutzt, um von der Risøybroa, einer Brücke in Haugesund, schöne Fotos zu machen. Leider habe ich meine Spiegelreflexkamera nicht mit in die Stadt genommen, das werde ich aber auf jeden Fall noch nachholen! Dann gibt es hoffentlich noch bessere Fotos :)
Heute habe ich meinen zweiten Schrank aufgebaut und endlich meine Klamotten einsortiert, sodass ich jetzt nicht mehr aus dem Koffer wohne und richtig "eingezogen" bin. Gestern habe ich auch meine Vorräte nochmal ein bisschen aufgefüllt, sodass ich hier jetzt erstmal alles notwendige habe und mich langsam richtig wohl fühle :) Ich habe mein Zimmer auch ein bisschen umgestellt und geputzt und es mir ein bisschen gemütlicher gemacht. Mir gefällts, und ich glaube Bjarne auch :) Eigentlich wollte ich dann heute noch fleißig Norwegisch lernen, aber dann ist Bjarne auf meinem Schoß eingeschlafen und das hat mich so müde gemacht, dass ich mich doch für ein Nickerchen entschieden habe O:)

Bunte Häuser in Haugesund Auf der Brücke mit Blick über Haugesund Haugesund Norwegische Süßigkeiten. Ganz lecker :) Aber teuer :D Nickerchen mit Bjarne

Die Highlights
Die Highlights meiner Arbeitswoche waren sicherlich zum einen der Schwan, den wir zum Röntgen in der Klinik hatten, da ich noch nie einen Schwan beim Tierarzt gesehen hatte :D Er hatte einen gebrochenen Flügel, der zunächst konventionell (also durch Schienen, nicht mittels OP) versorgt werden soll. Das Problem bei Knochenbrüchen bei Vögeln ist, dass die Knochenstruktur anders ist als bei den meisten Säugetieren, sie haben nämlich sehr leichte und brüchige Knochen, damit sie überhaupt fliegen können. Daher ist es aber sehr schwer, die Knochen zu repositionieren und in der richtigen Stellung zu fixieren.
Das zweite Highlight für mich war wahrscheinlich die Wundversorgung, die ich durchgeführt habe. Alfa und Lille My, die Mutter und Oma von Bjarne, haben sich etwas in die Wolle bekommen und sich gebissen. Dabei hat Lille My eine kleine Hautwunde abbekommen, die ich nach Bernts Anweisung nähen sollte. Da war ich natürlich schon erstmal ein bisschen aufgeregt, weil ich sowas ja noch nie alleine gemacht hatte. Mit ein paar Tipps von Bernt und Marianne habe ich Lille My dann in eine kurze Injektionsnarkose gelegt, den Bereich der Wunde noch lokal betäubt und dann gesäubert und anschließend mit drei Stichen vernäht. Ich war natürlich stolz wie Oskar über meine erste kleine "OP", die ich alleine durchgeführt habe :)

Das Highlight meines Wochenendes war der Ausflug ins Zentrum von Haugesund. Auch wenn ich nur ein paar Stunden da war fand ich es toll, einfach ein bisschen am Wasser entlangzugehen und durch die verschiedenen Geschäfte zu stöbern. Außerdem finde ich es immer wieder abenteuerlich, im Ausland den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen, auch wenn ich finde, dass es in den meisten anderen Ländern wesentlich einfach (und günstiger!) ist als in Deutschland.

Ein Schwan in der Klinik! Röntgenbild - Diagnose: gebrochener Flügel :( Mein Patient - Lille My

Ein erstes Fazit
Wie bereits erwähnt fühle ich mich jetzt in meinem Zimmer richtig wohl :) Auch mit dem Team hier verstehe ich mich sehr gut, alle sind super nett zu mir und bemühen sich sehr, mir etwas zu erklären oder sich mit mir zu unterhalten. Haugesund ist eine schöne Stadt und ich freue mich schon darauf, noch mehr von der Umgebung zu erkunden. Einzig mit der Sprache komme ich noch nicht so gut zurecht, aber das war auch nach einer Woche nicht zu erwarten. Einige Dinge verstehe ich allerdings schon und ich denke mit der Zeit wird es noch besser.
Fazit also: Ich fühle mich hier sehr wohl und bin sehr froh, dass ich diese Chance genutzt habe und in Norwegen bin! :)

God natt,
Julia

Die Arbeit ruft!

Mittwoch, 07.03.2018

Wie ihr ja wisst, bin ich nicht einfach nur zum Spaß im Norwegen. Ich bin ja hier, um was zu lernen, und zwar in meinem Praktikum im Karmsund Dyrehospital.

Das Dyrehospital
Das Karmsund Dyrehospital ist eine Kleintierklinik in Haugesund mit 4 Tierärzten, einer Tierphysiotherapeutin und einigen Tierpflegerinnen bzw. Assistentinnen (die werden hier nicht "Tierarzthelferinnen" genannt, da sich die Ausbildung hier grundlegend unterscheidet). Die Klinik verfügt über teilweise sehr moderne diagnostische Gerätschaften, darunter ein CT, MRT, digitales Röntgen, Endoskopie und ein sehr gut ausgestattetes Labor. Da es eine Überweisungsklinik ist kommen viele "speziellere" Fälle aus dem gesamten Umkreis, aber auch die alltäglichen Dinge wie Impfungen und Kastrationen werden hier durchgeführt.
Mit zum "Inventar" gehören übrigens die 4 Foxterrier der Klinik (Lille My, Alfa, Bjarne und Mini) und eine Klinikkatze.

Meine Aufgaben
Da ich erst die ersten 2,5 Tage hier bin muss ich mich natürlich auch erstmal eingewöhnen. Ich versuche so gut es geht bei Untersuchungen zu helfen oder schaue mir OPs an. Impfungen oder Blutabnahmen übernehme ich auch schon mal. Außerdem wurde mir gleich am ersten Abend aufgetragen, abends vor dem Schlafengehen nochmal nach den stationären Tieren zu schauen, da ich ja schließlich in der Klinik wohne :D

Kuscheln mit Mini (Bjarnes Schwester) - auch Teil des Jobs :)

Wie unterscheidet sich die Arbeit dort von der Arbeit in Deutschland?
Ich habe natürlich noch nicht so viel Vergleichsmöglichkeiten, da ich bis auf mein Praktikum in der Kleintierklinik in Steinfeld noch nicht viele Kliniken oder Praxen gesehen habe. Was mir aber gleich am ersten Tag aufgefallen ist: Die Tierärzte machen sehr viel Arbeit ganz allein. Während ich es von meinem ersten Praktikum gewohnt war, dass eigentlich bei fast jeder Untersuchung und jeder OP eine Tierarzthelferin mit dabei war und auch z.B. die Vorbereitung für die OPs (Rasieren, waschen, lagern, desinfizieren, Instrumente bereitlegen, etc.) größtenteils von der Helferin erledigt wurde, sind hier die Tierärzte die meiste Zeit allein oder lassen sich gelegentlich von einem anderen Tierarzt (oder jetzt mir) helfen. Die Helferinnen sind tatsächlich eher mit organisatorischen Dingen beschäftigt oder kümmern sich um stationäre Tiere. 

Die größte Schwierigkeit
... ist die Sprache. Das war mir natürlich vorher bewusst, aber es ist schon etwas verwirrend manchmal, wenn man so gar kein Wort versteht. Allerdings sind hier alle sehr bemüht, mich trotzdem so gut es geht einzubeziehen und mir alles auf Englisch oder Deutsch zu erklären. Und zum Glück sind vor allem viele Fachbegriffe ähnlich oder sogar gleich, sodass ich meistens zumindest trotzdem verstehe, was das Problem mit den Patienten ist. Und das ein oder andere norwegische Wort verstehe ich mittlerweile auch :) Das wohl wichtigste Wort, das ich bisher gelernt habe, ist "flink", was so viel heißt wie "brav", was natürlich jeeeedes Tier in der Klinik ist :D. Så flink! Der wichtigste Satz hingegen ist wohl "Jeg snakker ikke norsk" was "Ich spreche kein Norwegisch" heißt. Mich quatschen nämlich die Patientenbesitzer immer alle voll und ich gucke dann nur doof :D Ich hoffe aber, dass sich das über die Zeit noch etwas bessert.

Mein Feierabend
Nach Feierabend hört die Arbeit mit den Tieren bei mir nicht auf, denn ich habe einen Zimmergefährten! Der kleine Bjarne ist ein Foxterrier-Welpe aus dem letzten Wurf der Hündin meines Chefs Bernt. Und da ich sonst abends ziemlich einsam in der großen Klinik wäre hat man mir angeboten, den Kleinen für die Dauer meines Aufenthalts bei mir zu halten. Da konnte ich natürlich nicht Nein sagen! <3 Der Kleine ist nicht immer "flink" und hält mich ganz schön auf Trab (meine neuen Hausschuhe mussten schon dran glauben und geich am ersten Abend hat er auf mein Kopfkissen gepinkelt :D) aber er ist zuckersüß und wirklich eine tolle Gesellschaft :) Ansonsten verbringe ich den Feierabend mit Duschen, Abendessen, Netflix und ggf. ein bisschen was nachlesen oder Norwegisch lernen, aber meistens bin ich zu müde :D

Der kleine Bjarne :) Feierabend!

Mein Zimmer
Da ich jetzt schon von vielen gefragt wurde, wo ich eigentlich genau untergebracht bin, will ich das hier auch kurz erklären und Bilder zeigen :) Also ich habe ein eigenes Zimmer mit Schlaf-, Wohn- und Küchenbereich direkt in der Klinik und dazu ein kleines Badezimmer mit Dusche. Außerdem kann ich die Waschmaschinen und Geräte wie Kaffeemaschine, Mikrowelle etc. der Klinik benutzen :)

Mein Zimmer :)

So viel von heute, mehr folgt am Wochenende!

Ha det bra,
Julia

Teilzeitheimat: Haugesund

Sonntag, 04.03.2018

Soo, heute möchte ich euch kurz über meine "Teilzeitheimat" Haugesund berichten und euch auch die ersten Fotos zeigen.

Eine kleine Radtour
Ich war nämlich heute mit dem Fahrrad ein bisschen unterwegs (der ein oder andere wird es kaum glauben!) und habe mich erstmal ein bisschen in der Gegend orientiert. Zunächst bin ich von Felix' und Ingris Haus aus ans Wasser gefahren. Hier möchte ich gleich mal betonen, dass die Gegend hier durchaus etwas Steigung ung Gefälle zu bieten hat, was mich teilweise echt aus der Puste gebracht hat :D

Der Karmsund ist eine Meeresstraße zwischen Haugesund auf dem Festland und der Insel Karmøy, auf welcher auch der Flughafen liegt. Verbunden sind die Insel und das Festland über die Karmsundbrücke (Karmsundbrua), die wir also auch bei der Fahrt vom Flughafen aus überquert haben. Übrigens hat Norwegen vom Karmsund auch seinen Namen, dieser wird nämlich auch "Nordvegen", also "Nordweg" genannt.

Ich bin also mit dem Rad an einen kleinen Bootsanleger gefahren, von wo aus ich einen tollen Blick auf den Karmsund und die Brücke hatte:

Die Karmsundbrücke

Was mich außerdem total beeindruckt hat, war die Stille. Es gab weit und breit nichts zu hören, sodass ich mich alleine durch das Geräusch meiner Atmung schon fast wie ein Eindringling gefühlt habe. Nur ganz leise konnte man teilweise hören, wie das Wasser gegen den Bootsanleger schwappte.

Nachdem ich die Stille und den Ausblick eine Weile genossen hatte und mir langsam kalt wurde (man bedenke, dass ich immer noch kofferlos bin und dementsprechend nur eine dünne Jogginghose trug), macht ich mich wieder auf den Weg. Ich fuhr dann zur Orientierung noch beim Karmsund Dyrehospital vorbei, wo ich ja morgen mein Praktikum antreten werde. Da ich dort auch ab heute Abend wohnen werde, habe ich mir außerdem kurz die Gegend angesehen und schon einmal den nächsten Supermarkt ausgekundschaftet. Zum Glück ist dieser nicht weit weg und gut zu Fuß oder mit dem Rad zu erreichen :) Von dort aus habe ich mich dann aber auch schon zügig auf den Rückweg gemacht, denn langsam wurde es echt kalt :D

Was gibt es sonst bisher über Haugesund zu sagen?
Es ist grau.
Also, der Himmel ist grau. Meistens. Heute morgen beim Frühstück sagte Ingri "Es ist so schönes Wetter heute." Ich schaute daraufhin stirnrunzelnd aus dem Fenster, denn für mich sah es auf den ersten Blick kein bisschen schöner aus als gestern. Der Himmel war bewölkt und grau. Erst als ich dann etwas genauer hinsah, sah ich, dass tatsächlich die Sonne ein klein bisschen durch die Wolken kam und es ein bisschen heller war als gestern. Hier in Haugesund ist der Himmel wohl häufig grau, aber dafür regnet es nur sehr selten. 

Es ist gar nicht so kalt, wie ich dachte.
Nun ja, es ist kalt. Für mich. Ich bin aber auch bekanntermaßen eine Frostbeule. Aber schon auf dem Weg vom Flughafen erzählte mir Felix, dass es zur Zeit eine richtige Kältewelle gibt und mit -18°C schon beinahe ein Rekordtief erreicht wurde. Aufgrund des Golfstroms wird es an der Westküste nämlich normalerweise nicht so kalt und es friert sogar nur sehr selten. Schnee ist hier ein richtiges Highlight, dass man nur selten zu sehen bekommt. Soll mir Recht sein :D

Es fahren riesige Schiffe mitten durch die Stadt.
Okay, es sieht natürlich nur so aus. Aber ich habe schon nicht schlecht gestaunt, als ich gestern Mittag am Tisch saß und den Blick nach draußen schweifen ließ und plötzlich ein riesiges (Kreuzfahrt-?) Schiff mitten durch die Stadt fuhr. Es fuhr natürlich über den Karmsund, aber das Wasser sieht man vom Fenster aus nicht direkt und dahinter kann man direkt anschließend die Insel Karmøy sehen, sodass die Illusion entstand, das Schiff fahre durch das Festland.

Ich verstehe kein Wort.
Nun, wie bereits erwähnt, habe ich das Norwegisch-Lernen leider auch wirklich schleifen lassen. Aber wenn ich Leute sprechen höre, habe ich das Gefühl, ich hätte noch nie auch nur ein einziges Wort in dieser Sprache gehört. Allerdings wird hier auch, wie fast überall in Norwegen, ein regionaler Dialekt gesprochen. Ich bin sehr gespannt, wie ich damit in meinem Praktikum zurechtkomme. Zum Glück sprechen aber mindestens 3 der 4 Tierärzte in der Klinik Deutsch :D

Nun gibt es zum Abschluss noch ein paar Fotos und dann mache ich glaube ich ein kleines Nickerchen, während ich darauf warte, dass meine Koffer endlich ankommen :D

Ankunft am Osloer Flughafen

 

Ha det bra,
Julia

Let's go north!

Samstag, 03.03.2018

Hallo ihr Lieben!

Ich weiß, ihr habt lange nichts von mir gehört. Doch nun hat es mich in ein neues Abenteuer verschlagen, das ich euch nicht vorenthalten will! Und dieses Mal heißt es:

AB NACH NORWEGEN!

Warum?
Im Rahmen meines Praktischen Jahres im Studium der Tiermedizin muss ich verschiedene Praktika absolvieren, unter anderem mindestens 12 Wochen in einer "kurativen Praxis", also einer Tierarztpraxis oder Klinik. Einen Teil davon habe ich bereits absolviert, den zweiten Teil absolviere ich nun für 6 Wochen in einer Kleintierklinik in Norwegen. Den Kontakt habe ich über einen befreundeten Tierarzt meiner Familie hergestellt (Vielen Dank dafür auch an dieser Stelle, Ewald! :-) ) 

Nun bin ich also gestern in Hamburg in den Flieger gestiegen um von dort über Oslo anschließend in meine Heimat für die nächsten 6 Wochen zu fliegen: Haugesund. Haugesund ist eine Stadt in etwa so groß wie Cloppenburg und liegt an der Südwestküste Norwegens, etwa auf der Höhe Oslos, zwischen Bergen und Stavanger. 

"Ach, Ihr Gepäck ist dann noch in Oslo..."
Soweit so gut, die Fahrt nach Hamburg verlief problem- und fast staulos, auch der Flug nach Oslo und der Weiterflug nach Haugesund liefen unproblematisch. In Haugesund dann allerdings die erste Hürde: Nach etwa 5 Minuten hatten alle anderen Fluggäste ihr Gepäck abgeholt und ich stand mutterseelenallein am Gepäckband, das schließlich stehen blieb. Ohne meine Koffer. Hilflos sah ich mich um und entdeckte zum Glück eine Flughafenmitarbeiterin, die zu meinem Glück auch noch Englisch sprach (trotz meiner anfangs großen Motivation, Norwegisch zu lernen, bin ich damit leider bislang noch nicht sehr weit gekommen). Ich erzählte ihr also, dass ich in Hamburg ins Flugzeug gestiegen und über Oslo hergekommen war und fragte sie, wo denn mein Gepäck wohl sei. Sie fragte mich daraufhin, ob ich denn mein Gepäck in Oslo durchgecheckt hätte. Wie bitte? Ich erzählte ihr, dass ich extra noch am Schalter in Hamburg nachgefragt hatte, ob mein Gepäck automatisch durchgecheckt wird, was mir dort mit einem klaren "Ja" beantwortet wurde. Nun, Pustekuchen. Die Dame sagte mir, da ich das nicht getan hatte sei mein Gepäck vermutlich noch in Oslo. Yay! Also einen Antrag ausgefüllt und hoffen, dass das Gepäck so bald wie möglich in Haugesund ankommt. (Mittlerweile habe ich die Info bekommen, dass mein Gepäck wohl erst morgen Abend ankommen wird. Aber immerhin ist es in Oslo aufgetaucht.) 

Meine Unterkunft für die ersten Tage
Nun denn. Ich wurde dann von Felix vom Flughafen abgeholt. Felix, ein deutschstämmiger Tierarzt und seine Verlobte Ingri arbeiten beide in der Klinik, in der ich mein Praktikum absolviere (Karmsund Dyrehospital), und haben mich netterweise auch für die ersten Tage bei sich aufgenommen. Hier wohne ich also erstmal die ersten Tage mit den beiden und ihren beiden Hunden, einer alten Foxterrier-Dame und ihrer Enkelin. Anschließend bekomme ich ein kleines Zimmer direkt in der Klinik, ich kann also dann vom Bett direkt zur Arbeit gehen :-p

Der erste Eindruck
Mein erster Eindruck von Norwegen ist noch etwas verschwommen. Zunächst einmal war ich vom Flugzeug aus schon etwas überwältigt von der Menge an "Gegend", wie man bei uns ja so schön sagt. Auf dem Flug von Oslo nach Haugesund abends im Dunkeln hatte ich den Eindruck, wir würden über Wasser fliegen, da es unter uns fast überall dunkel war. Dabei sind wir die ganze Zeit über Land geflogen und die schwarze Fläche war Wald. Wald, wohin man sah. Hier und da mal ein paar Lichter von einer Stadt oder einem Dorf. Fairerweise muss man sagen, dass nebem dem Schwarz vom Wald auch viel Weiß vorhanden war - Schnee. Teilweise fielen mir breite weiße Streifen mit oranger Beleuchtung in den Wäldern auf: Ich vermute Skilifte.

Mein erster Eindruck von Norwegen war also vor allem: schwarzweiß. Und das zeigte sich nicht nur im Dunkeln, sondern auch schon beim Anflug auf den Osloer Flughafen, zu dem Zeitpunkt war es ja noch hell. Doch auch an dem Licht war etwas anders: Man konnte am Horizont immer einen blauen Schimmer beobachten. Irgendwie ist das Licht in Norwegen hier anders. Blauer. 

Heute war es außerdem ziemlich grau den Tag über, sodass der Eindruck sich auch noch etwas hält. Aber aus meinem Fenster kann ich auch einige, für Norwegen typische rote Hütten sehen. Bilder werden folgen, sobald ich meine Koffer wieder habe :D (Edit: Habe meine Koffer, also auch die versprochenen Bilder eingefügt)

Typisches norwegisches Haus Der Blick vom Balkon Die kleine Mini.

Der erste Tag
Den heutigen Tag habe ich recht ruhig verbracht, ich war mit Felix und Ingri einkaufen und habe ansonsten ein wenig mit den Hunden gekuschelt. Außerdem hat Felix mir schonmal die Klinik gezeigt, wo ich auch Bernt, den Inhaber, kurz getroffen und kennengelernt habe. Ich muss mit der ganzen Situation hier erstmal noch etwas warm werden, aber ich denke das kommt noch. Ich bin aber auch schon sehr gespannt auf die Arbeit am Montag und freue mich auf neue Eindrücke und Erfahrungen.

Das soll für heute erstmal reichen, ich berichte dann die nächsten Tage mehr :)

Ha det bra,
Julia

On the Road again!

Sonntag, 13.03.2016

Nach knapp einer Woche in Panama schaffe ich es jetzt endlich, einen neuen Blogeintrag zu schreiben :) 

Am 7. März ging es von Hamburg über Frankfurt erst einmal knapp 11 Stunden nach Punta Cana, Dominikanische Republik. Von dort aus sollte unser Flieger nach Panama City weiter gehen. Problem: Unser einziger Ausreisenachweis war das Rückflugticket von Costa Rica, das reichte allerdings nicht als Ausreisenachweis aus Panama (obwohl ja eigentlich dann klar ist, dass ich Panama verlasse). Jedenfalls wurde uns knapp eine Stunde vor Abflug gesagt, dass wir einen Bus oder ähnliches nach Costa Rica buchen müssen. Die Internetverbindung war schrecklich und so saßen wir mit ca. 5 anderen Betroffenen am Flughafen und versuchten verzweifelt, im Internet etwas zu finden. Erst nach etwa einer halben Stunde war die Verbindung einigermaßen stabil und mir fiel der Shuttlebus ein, den ich bei meinem letzten Besuch in Panama schon genutzt hatte. Dort gelang es mir dann zum Glück auch, eine Buchung zu tätigen, die dem Flughafenpersonal als Nachweis genügte. Da jedoch ein anderes Mädchen auch Deutschland das gleiche Problem hatte und ihr Handy nicht richtig funktionierte, half ich ihr danach ebenfalls noch bei der Buchung. Fünf Minuten bevor unser Flieger starten sollte gingen wir an Board. Danach war ich erstmal fix und fertig! :D

 

Der erste Tag in Panama City war dann auch nicht viel besser. Es gab einige gesundheitliche Probleme, die wir erst nachmittags in den Griff bekamen. Aber keine Sorge, es geht uns allen gut :) Dementsprechend haben wir am ersten Tag auch nicht viel gemacht. Allerdings konnten wir noch den Pool unseres Hotels auf dem Dach nutzen, von dem aus man über die Dächer von Panama City schauen kann :) 

Am zweiten Tag in Panama City haben wir eine Stadtrundfahrt mit einem Hop On-Hop Off-Bus gemacht. Das hieß, man konnte jederzeit in einen der Busse einsteigen und irgendwo aussteigen, dort Zeit verbringen und mit einem späteren Bus wieder weiter fahren. Wir haben uns die Miraflores Schleusen des Panama Kanals und die Altstadt Casco Viejo angesehen, von wo aus man einen großartigen Blick über die Skyline hat. Die Tour war wirklich interessant, aber auch sehr anstrengend. Die Schleusen waren etwas enttäuschend, da zu der Zeit kein Schiff fuhr und man so nicht viel sehen konnte, insbesondere bei dem teuren Eintrittspreis. Aber ohne Panama-Kanal wollten wir Panama auch nicht verlassen ;) 

Panama City Miraflores Schleusen

 

Genau das taten wir dann aber schon am nächsten Tag. Da ging es mittags mit der in Panama ziemlich neuen Metro zum Busbahnhof und von dort mit dem öffentlichen Bus 7 Stunden nach David im Südwesten des Landes. Dort verbrachten wir lediglich die Nacht, um am folgenden Tag ebenfalls mit dem öffentlichen Bus nach Almirante und von dort mit dem Taxi Boot nach Bocas del Toro zu fahren. 

 

In Bocas kam dann endlich Karibik-Feeling auf: Bunte Holzhütten, überall Palmen, Kolibris, frisches Obst und leckeres Hähnchen in Kokossoße mit Patacones im Restaurant direkt am Wasser. So hatte ich mir das vorgestellt! Auch wenn Panama City ein interessanter Eindruck war, so war die Ruhe nach dem ganzen Lärm und Stress in Panama City doch einfach herrlich. 

Den ersten Tag ließen wir gemütlich ausklingen und buchten für den nächsten Tag eine Bootstour. Diese führte auf verschiedene Inseln des Bocas-Archipel und beinhaltete Delfin-Watching, Seesterne, Schnorcheln, Faultiere und den Besuch in einem Restaurant mit tollem Blick aufs Wasser. Die Tour hat viel Spaß gemacht und wir konnten sogar ein paar Delfine fotografieren und filmen. :) 

 

Das Schnorcheln hatte mich dann wieder etwas angefixt und ich wollte gerne noch einmal tauchen gehen. Heute morgen habe ich mich also kurzfristig für einen Tauchgang mit "Auffrischungskurs" in meiner damaligen Tauchschule angemeldet, die praktischerweise direkt neben unserem Hotel war. Dort absolvierte ich gemeinsam mit drei Mädels aus England zwei Tauchgänge. Der erste war für mich noch etwas holprig, ich hatte zu wenig Gewicht am Gürtel, weshalb ich immer wieder zu weit aufstieg, hatte ein paar Probleme mit dem Druckausgleich und geriet zwischendurch etwas in Panik, weil die Sichtweite plötzlich unter einen Meter betrug. Der zweite Tauchgang war dafür umso großartiger! Wir fuhren zum "Wreck", einem vor 20 Jahren versenktem Schiffswrack, in dem ich bei meinem Tauchkurs schon getaucht war. Hier fühlte ich mich gleich wohler und kam auch viel besser zurecht. Und die Landschaft war unglaublich! Bunte Korallen, Unterwasserwesen, die ich noch nie gesehen hatte, viele bunte Fischschwärme, Tintenfische, Hummer und sogar einen Hai haben wir gesehen! Es ist einfach atemberaubend. Und das Gefühl, unter Wasser atmen zu können und schwerelos zu schweben ist unbeschreiblich. Die Dive Instructors von Starfleet Scuba waren auch wieder sehr geduldig und hilfsbereit und haben uns hinterher sogar ein paar Fotos vom Tauchgang geschickt. Es war toll! 

Meine Eltern waren währenddessen übrigens mit dem Fahrrad an der Küste unterwegs und haben sich die Wellen und Surfer angeschaut. 

Tauchen :) Gefährlicher Hai! Lobster! Ein Fisch! Auch wenn es nicht danach aussieht.

Morgen geht dann mit dem Shuttlebus weiter über die Grenze und nach Costa Rica, endlich zurück in mein geliebtes Puerto Viejo! <3

 

Mehr Fotos lade ich noch hoch, nur leider haben wir hier keine Möglichkeit, die Fotos der Kamera zu übertragen. 

 

Liebe Grüße und Buenas noches, 

Julia 

Auf dieser Seite werden lediglich die 10 neuesten Blogeinträge angezeigt. Ältere Einträge können über das Archiv auf der rechten Seite dieses Blogs aufgerufen werden.

 

Über mich

Herzlich willkommen.

Mein Name ist Julia und ich berichte euch auf diesem Blog über meine Auslandsabenteuer in verschiedenen Ländern dieser Welt, vor allem aber Costa Rica/Panama und Norwegen.

Ihr könnt gerne meine Blogeinträge kommentieren oder mich über das Kontaktformular anschreiben.

So lange bin ich nun schon in Norwegen.

 

Übersichtskarte

Archiv

April 2018
März 2018
März 2016
Juli 2013
Juni 2013
Mai 2013
April 2013
März 2013
Februar 2013
Januar 2013
Dezember 2012
Oktober 2012
September 2012